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Ein inneres Produkt ist eine Funktion, die zwei Elementen eines Vektorraums eine Zahl aus dem zugrundeliegenden Skalarkörper zuordnet. Das innere Produkt ist eine Verallgemeinerung des in reellen Vektorräumen definierten Skalarprodukts.
Ein Vektorraum, auf dem ein inneres Produkt definiert ist, heißt Innenproduktraum oder Prähilbertraum. Innenprodukträume verallgemeinern den Euklidischen Raum; sie ermöglichen damit die Anwendung geometrischer Methoden auf abstrakte Strukturen.
Sei V ein Vektorraum über dem Körper K der reellen oder komplexen Zahlen. Ein inneres Produkt ist eine positiv definite Hermitesche Form, das ist: eine Abbildung <·,·>: V×V→K die für alle x, y, z aus V und für alle a, aus K die folgenden axiomatischen Bedingungen erfüllt:
Formale Definition
Um den Begriff des Skalarprodukts auf abstrakte Räume zu übertragen, abstrahiert man einige minimale Eigenschaften, die ein Produkt zweier Vektoren besitzen muss, um im Fall des Euklidischen Raums mit dem geometrisch motivierten Skalarprodukt zusammenzufallen.
Bemerkungen:
Notation
Das innere Produkt wird mit einem Punkt als Multiplikationszeichen geschrieben: x·y. In der französischen Literatur ist ein tiefgestellter Punkt gebräuchlich: x.y. In der Funktionalanalysis oder wann immer sonst die Rolle des inneren Produkts als eine Funktion betont werden soll, bevorzugt man die Notation <x,y>. Davon abgeleitet ist die Bra-Ket-Notation, die in der Quantenmechanik gerne verwendet wird: <x|y>.
Wie bei der normalen Multiplikation kann das Multiplikationszeichen auch ganz weggelassen werden, wenn keine Missverständnisse auftreten können; das ist insbesondere in Texten der Fall, in denen Vektoren durch Vektorpfeile, durch Fettdruck oder durch Unterstreichen kenntlich gemacht sind und daher nicht mit Skalaren verwechselt werden können:
Norm und Winkel
Das innere Produkt induziert eine Norm
Unter Verwendung der Norm kann man das Skalarprodukt beliebiger Vektoren
Einordnung in die Hierarchie mathematischer Strukturen
Mit der durch das innere Produkt induzierten Norm ist jeder Innenproduktraum ein normierter Raum, damit auch ein metrischer Raum, damit auch ein topologischer Raum; er besitzt also sowohl eine geometrische als auch eine topologische Struktur.
Ein vollständiger Innenproduktraum heißt Hilbertraum.
Bilinearräume erlauben auch die Betrachtung anderer Grundkörper außer den reellen oder komplexen Zahlen. Die Theorie der Bilinearräume ist eng verbunden mit der Theorie der quadratischen Formen (homogene Polynome vom Grad 2).
Verallgemeinerungen: metrischer Tensor, Bilinearräume, Relativitätstheorie
Vom Standpunkt der Tensoralgebra aus kann das innere Produkt
Eine Verallgemeinerung von Innenprodukträumen sind Bilinearräume, bei denen das innere Produkt ersetzt ist durch eine Hermitesche Form oder Bilinearform, die nicht notwendig positiv definit ist. Ein wichtiges Beispiel ist der Minkowski-Raum der speziellen Relativitätstheorie, dessen Metrik in der gängigsten Konvention Eigenwerte mit den Vorzeichen (-,+,+,+) hat.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |