Injektivität
Injektivität (injektiv oder linkseindeutig) ist eine Eigenschaft einer mathematischen Funktion.
Sie tritt auf, wenn nie zwei verschiedene Elemente auf das Gleiche abgebildet werden, d.h. eine Funktion in beide Richtungen eindeutig ist.
Eine injektive Funktion ist also (als Relation gesehen) links- und rechtseindeutig.
Definition
Sei eine Funktion von nach .
ist injektiv, wenn für alle höchstens ein mit existiert.
(höchstens eins bedeutet eins oder keins, aber nicht mehr als eins)
alternativ:
ist injektiv, wenn für alle und gilt: wenn und , dann .
Beispiele in unterschiedlicher Darstellungsform
Mengenkastendarstellung.
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Mengenkastendarstellung.
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Mengenwolkendarstellung.
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Beispiele und Gegenbeispiele
Bezeichne die reellen Zahlen und das Intervall [0, ∞). Gegeben seien die Funktionen
- f1: -> , f1(x) = x²
- f2: -> , f2(x) = x²
- f3: -> , f3(x) = x²
- f4: -> , f4(x) = x²
Dann ist
- f1 nicht injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
- f2 injektiv, nicht surjektiv, nicht bijektiv
- f3 nicht injektiv, surjektiv, nicht bijektiv
- f4 injektiv, surjektiv, bijektiv
Geschichte
Nachdem man generationenlang mit Formulierungen wie "eineindeutig" ausgekommen war, kam erst in der Mitte des 20sten Jahrhunderts mit der durchgehend mengentheoretischen Darstellung aller mathematischen Teilgebiete das Bedürfnis nach einer prägnanteren Bezeichnung auf. Wahrscheinlich wurde das Wort "injektiv" ebenso wie "bijektiv" und "surjektiv" in den 1930ern von Bourbaki geprägt. Als frühester Gebrauch im Englischen wird genannt members.aol.com/jeff570/mathword.html : Das Substantiv
"Injektion" wurde 1950 von S. MacLane, das Adjektiv "injektiv" 1952 in den Foundations of algebraic topology von Eilenberg und Steenrod eingeführt.
Verwandte Attribute
Surjektivität, Bijektivität
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