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Ebenso fallen einige Völker im europäischen Norden Russlands in diese Kategorie, insbesondere die Nenzen, von denen ein großer Teil bis heute nomadische Rentierzucht in den Polarregionen betreibt. Der Status anderer Völker im europäischen Teil Russland ist umstritten. Wenn ein Volk über seine eigene autonome Republik verfügt, gilt es in der innerrussischen Diskussion in der Regel nicht mehr als "indigen". Das trifft etwa auf Komi und Mari zu. Die Selbsteinschätzung der Betroffenen ist oft eine andere, so nehmen etwa regelmäßig Vertreter der Komi an der UNWGIP teil und dokumentieren so, ihre Zugehörigkeit zu den indigenen Völkern.
Sprachliche Minderheiten in anderen europäischen Ländern, wie etwa Basken, Bretonen, Sorben oder Friesen unterscheiden sich jedoch in Lebensart und Kultur nicht sehr von der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung, sodass sie üblicherweise nicht als indigen bezeichnet werden.
Laut Einschätzung der Genfer Internationalen Arbeitsorganisation, die auch eine www.ilo169.de/ Konvention über indigene und in Stämmen lebende Völker verabschiedet hat, sind Sinti/Roma nicht als "indigen" anzusehen, möglicherweise aber als "in Stämmen lebend", ein Status, der allerdings weitgehend undefiniert ist.
Siehe auch: Liste der Völker Europas
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