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Ibn Mardanisch

Ibn Mardanisch (*1124, † 1172) war bis 1172 muslimischer Herrscher in Valencia.

Ibn Mardanisch war westgotischer Abstammung und ergriff mit dem Niedergang der Almoravidenmacht in Andalusien die Herrschaft in Valencia und Murcia. Er dehnte sie in der Folgezeit über den östlichen Teil Andalusiens aus, wobei er von seinem Schwiegervater Ibn Hamuschk unterstützt wurde. Aus dieser Zeit ist das Castillejo de Monteagudo bei Murcia erhalten geblieben. Dieser Palast war wohl eine der Residenzen von Ibn Mardanisch.

Ibn Mardanisch lehnte die Anerkennung der Oberhoheit der Almohaden ab. Zwar wurde er mit seinem aus christlichen Söldnern bestehendem Heer bei Murcia von den Almohaden schwer geschlagen (1165). Doch konnte er sich in Valencia behaupten, auch wenn sich Ibn Hamuschk 1169 den Almohaden unterwarf. Ein zweiter almohadischer Angriff unter Abu Yaqub Yusuf scheiterte ebenfalls vor Valencia. Dennoch desertierte bald die Garnison von Valencia und Ibn Mardanisch starb.

Seine Söhne und Brüder folgten seinem letzten Rat und unterwarfen sich den Almohaden. Der Almohadenherrscher Abu Yaqub Yusuf heiratete drei Jahre in Sevilla eine Tochter von Ibn Mardanisch.


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