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Hypothermie

Eine Unterkühlung oder Hypothermie ist ein Kälteschaden und tritt ein, wenn die körpereigene Wärmeproduktion über längere Zeit geringer ist, als die Wärmeabgabe.

Bei Unfällen am Wasser oder im Gebirge haben die Helfer in der Wasserrettung, beziehungsweise der Bergrettung, immer auch von einer Unterkühlung des Patienten auszugehen.

Inhalt
1 Wärmeregulation des Körpers
2 Stadien der Unterkühlung
3 Ursachen
4 Erkennen
5 Gefahren
6 Sofortmaßnahmen
7
8 Siehe auch

Wärmeregulation des Körpers

Der menschliche Körper hat die Fähigkeit, seine Körpertemperatur auch bei Schwankungen der Umgebungstemperatur konstant bei rund 37°C zu halten. Dieser Normalwert unterliegt naturgemäß einigen Schwankungen. Hierzu zählen die verstärkte Wärmeabgabe durch Schwitzen bei körperlicher Anstrenung und die Wärmeproduktion durch Kältezittern, beispielsweise bei Fieber.

Stadien der Unterkühlung

Abwehrstadium

Der Körper versucht bei einer Körpertemperatur von 34 bis 37 °C die Körperkerntemperatur konstant zu halten und produziert Wärme durch Muskelzittern. Zusätzlich ziehen sich die Blutgefäße in den Extremitäten zusammen und verringern die Durchblutung der äußeren Körperregionen. Es entsteht eine Schale, in der das kalte
Blut bleibt. Ein Wärmeaustausch zwischen Schale und Körperkern findet dann kaum noch statt.

Erschöpfungsstadium

Ab einer Körpertemperatur von weniger als 34 °C beginnt das Erschöpfungsstadium. Das Bewusstsein des Patienten trübt immer mehr ein. Diese Bewusstseinsstörung kann soweit gehen, dass man von Kälteidiotie spricht.

Lähmungsstadium

Sinkt die Temperatur auf weniger als 27 °C ab, kommt es zur Lähmung des Patienten. Dieser wird dann schläfrig (somnolent). Es kommt zur Bewusstlosigkeit, später zu einem Atem- und Kreislaufstillstand, infolge von Herzrhythmusstörungen.

Ursachen

Typische Situationen, bei denen es zu einer Unterkühlung kommt, finden sich: weitere Ursachen sind

Erkennen

Abwehrstadium

Erschöpfungsstadium

Lähmungsstadium

Gefahren

Wegen der Temperaturempfindlichkeit des Erregungsleitungssystems kommt es ab einer kritischen Temperatur zu Herzrhythmusstörungen (
Kammerflimmern oder Pulslose Ventrikuläre Tachykardie) und damit zum Erliegen jeglicher Kreislauftätigkeit.

Ist der Temperaturunterschied zwischen Schale und Körperkern zu groß, kommt es bei der Wiedererwärmung oder bei Bewegung des Patienten zum Temperaturausgleich und die Kerntemperatur kann weiter absinken (Afterdrop). Dies kann zum so genannten Bergungstod führen.

Sofortmaßnahmen

Rettung aus dem Gefahrenbereich

Die Rettung aus dem Gefahrenbereich hat schnell zu erfolgen, da sonst der Patient weiter ausgkühlt.

Grundsätzlich sollte der Patient dabei möglichst nicht bewegt werden. Beispielsweise kann der Patient mit einer Korbtrage oder einem so genannten Spine Board (Wirbelsäulenbrett) waagerecht aus dem Wasser an Bord eines Rettungsbootes gehoben werden.

Allgemein

Abwehrstadium

Befindet sich der Patient noch im Abwehrstadium

Erschöpfungs oder Lähmungsstadium

Befindet sich der Patient im Erschöpfungs oder Lähmungsstadium

weitere Maßnahmen durch den Rettungsdienst

weitere Behandlung im Krankenhaus

Grundsatz

Die Wiederbelebungsmaßnahmen werden beim Transport ins Krankenhaus sowie in der Klinik fortgesetzt.
Medikamente, wie beispielsweise Adrenalin, sowie die Defibrillation funktionieren nur ab einer bestimmten Körpertemperatur. Durch die verminderte Temperatur verlangsamt sich auch das Absterben der Hirnzellen.

Daher gilt der Grundsatz: Niemand ist tot, so lange er nicht warm und tot ist (No one is dead until he is warm and dead).

Siehe auch


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.