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Humor ist schwer zu beschreiben, aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht (O. J. Bierbaum)
Früher bezeichnete das Wort Humor eine allgemeine Gemütsbeschaffenheit, Stimmung, (gute oder schlechte) Laune. Der Begriff geht zurück auf die aus der Antike Vorstellung, dass die Temperamente auf dem Mischungsverhältnis der 4 Körpersäfte (Blut, Schleim, schwarze Galle, gelbe Galle) beruhen. Seit dem 18. Jhdt. wird er verstanden als heiter-gelassene Gemütsverfassung inmitten aller Widerwärtigkeiten und Unzulänglichkeiten des Daseins.
In der Literatur findet Humor im Altertum und Mittelalter selten statt; bei William Shakespeare wird er mit dem Tragischen verknüpft. Seine eigentliche Ausprägung erfuhr er bei den Schöpfern des humoristischen Romans, L. Sterne und H. Fielding, dann bei Jean Paul, der auch eine Theorie des Humors entwarf. In der Erzählliteratur des 19. Jhdt. herrscht sowohl ein satirisch-kritischer, als auch gemütvoll-resignierender Humor vor (Charles Dickens, Gottfried Keller, Fritz Reuter, W. Raabe, W. Busch, A. Tschechow). In der neueren Literatur mischt sich Humor mit ironischen, grotesken, auch tragischen Elementen ("Schwarzer Humor").
Volkstümlicher Humor ist bei allen Völkern reich vertreten. Humor in der Musik beruht meist auf spielerischer oder ironischer Imitation außermusikalischer Schallereignisse.
Personen, die sich professionell mit Humor als Form der Unterhaltung anderer Menschen beschäftigen, sind z.B. Humoristen, Clowns, Komiker, auf neudeutsch auch Comedians.
Humor äußert sich in vielen verschiedenen Arten:
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