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Die minimale algebraische Struktur, für die es einen Homomorphiesatz gibt, ist die Gruppe.
Wir betrachten einen Gruppen-Homomorphismus f von einer Gruppe G in eine andere Gruppe H. Der Homomorphismus hat einen Kern ker(f), der ein Normalteiler von G ist. Der größeren Allgemeinheit halber legen wir unserem Satz nicht ker(f) selbst zugrunde, sondern einen Normalteiler K von G, der, statt mit ker(f) überzueinstimmen, auch eine Teilmenge sein darf: K⊆ker(f).
Der Normalteiler K induziert die Faktorgruppe G/K, also die Menge der Nebenklassen aK mit a∈G. Die kanonische Projektion φ:G→G/K ist ein surjektiver Gruppen-Homomorphismus, der jedem Element a∈G die zugehörige Nebenklasse aK zuordnet.
Unter diesen Voraussetzungen besagt der Homomorphiesatz: es existiert eindeutig ein Gruppen-Homomorphismus h: G/K→H mit f = h φ.
Der Zusammenhang wird durch das folgende kommutative Diagramm veranschaulicht:
Aus dem Homomorphiesatz folgen die drei Isomorphiesätze.
Siehe auch: Gruppentheorie-Glossar.
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