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1 Homo oeconomicus in den heutigen Wirtschaftswissenschaften 2 Bedeutung des homo oeconomicus bei Smith 3 Homo oeconomicus nach Eduard Spranger 4 5 |
Homo oeconomicus in den heutigen Wirtschaftswissenschaften
Der Begriff homo oeconomicus (lat. der wirtschaftliche Mensch) beschreibt den Menschen als wirtschaftlich handelndes und denkendes Wesen. Die Formulierung ist eine humoristische Anspielung auf das biologische Taxon Homo sapiens, beschreibt also keine neue Art im wissenschaftlichen Sinn.
Grundproblem ist die Abwägung des persönlichen Nutzens durch Entscheidung für bestimmte Handlungen oder Güter.
Ziel ist die Maximierung des persönlichen Nutzens anhand rationaler Überlegungen, was auf Grund der begrenzten Rationalität des Menschen nur eingeschränkt möglich ist. Gründe hierfür können sein
In der Soziologie (und anderen Sozialwissenschaften) werden Ansätze, die in ihren Grundannahmen auf das Menschenbild des homo oeconomicus aufbauen als Rational Choice-Ansätze bezeichnet. Ralf Dahrendorf hat analog dazu für seine Rollentheorie den Begriffhomo sociologicus geprägt und verwandt.
Ein weiteres wichtiges Merkmal des homo oeconomicus ist, dass er die Schädigung anderer billigend in Kauf nimmt, sofern sie der Maximierung seines eigenen Nutzeuns zuträglich ist. Der homo oeconomicus ist Opportunist. Sofern er mit Kooperation nicht schneller an sein Ziel kommt, sind seine Taktiken Täuschung und Betrug.
Bedeutung des homo oeconomicus bei Smith
Der streng liberalistische Ansatz des Staatstheoretikers und Philosophen Adam Smith erkennt im homo oeconomicus die Basis für die Wohlfahrt der Nationen. Der enthemmte Egoismus des Einzelnen würde, so die Theorie, als unvermeidlichen Nebeneffekt mit sich bringen, dass sich jeder doch einigermaßen um soziales Verhalten bemüht, da dieses in einer Gesellschaft auf Dauer vorteilhafter sei (also schneller zum maximalen Nutzen führte). Diesen Nebeneffekt bezeichnet Smith als Invisible Hand.
Die Theorie wird bis heute in der Politik und im Management kontrovers diskutiert.
Homo oeconomicus nach Eduard Spranger
Der Ausdruck homo oeconomicus, geprägt von Eduard Spranger in seinem Buch Lebensformen (1914), bezeichnet die behauptete Grundtendenz von Menschen, das Leben nach rein wirtschaftlichen Kriterien auszurichten. Spranger beschreibt mehrere Grundtypen, von denen der homo oeconomicus eine ist: der theoretische Mensch, der ökonomische Mensch, der ästhetische Mensch, der soziale Mensch, der Machtmensch und der religiöse Mensch.
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |