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Der Speziesname ergaster kommt aus dem Griechischen und bedeutet "Handwerker".
Homo ergaster lebte vor ca. 1,8 bis 1,4 Millionen Jahren. Fossilienfunde gibt es insbesondere aus Ostafrika, einzelne Funde auch aus Südafrika, Äthiopien und Georgien.
Als Vorfahr von Homo ergaster werden Homo habilis und Homo rudolfensis angesehen. Von manchen Anthropologen werden die Homo ergaster-Fossilien auch zu Homo erectus gestellt - und die Existenz von Homo ergaster wird in neueren Studien überhaupt zurückgewiesen und ein "einfaches" Homo-erectus-Konzept vorgeschlagen (Quelle: science.orf.at/science/news/47966 science.orf.at). Diesem ähnelt Homo ergaster im gesamten Habitus sehr, allerdings ist der Körperbau etwas zierlicher.
Besonders bemerkenswert ist der so genannte Nariokotome Boy, von dem Kimeu zunächst den Schädel, Walker und Leakey in den folgenden Grabungskampagnen den größten Teil des restlichen Skeletts fanden. Das Gehirnvolumen von Homo ergaster ist größer als das von Homo habilis und lag zwischen 750 und 900 cm3.
Für Homo ergaster ist Werkzeuggebrauch und Werkzeugherstellung nachgewiesen. Kulturell gehört er der Altsteinzeit an und zwar zunächst der Stufe des Oldowan. So finden sich aus der georgischen Fundstätte Dmanisi zahlreiche unterschiedliche Steinwerkzeuge, die bereits bohrerartige Spitzen und Schneiden aufweisen, aber noch nicht die typische Zweischneiden-Technik des Achéeulen zeigen.
Siehe auch: Anthropologie - Mensch - Evolutionstheorie
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