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Leben
Von seinem Vater, einem Geigenbauer erhielt er den ersten Unterricht. Im alter von sechs Jahren hatte er seinen ersten öffentlichen Auftritt in seiner Vaterstadt mit einem Konzert von Pierre Rode, in der Folgezeit gab er weitere Konzerte in benachbarten Städten. Anschließend studierte er am Brüsseler Konservatorium. Nach vollendetem Studium zog es ihn mit seinem Freund und Lehrer Charles Auguste de Bériot nach Paris. Die Unruhen bei der Wiedereinführung der Monarchie in Frankreich, aber auch die Hochzeit seines Freundes de Bériot führten ihn nach Brüssel zurück. Dort vervollkommnete er seine Violintechnik. Auf einer Deutschlandreise im Jahre 1833 knüpfte er freundschaftliche Bande zu Robert Schumann und Ludwig Spohr, die ihn mit Niccolò Paganini verglichen.
Im Winter 1835-1836 Studierte er bei Simon Sechter Komposition, später bei Anton Reicha in Paris. Seine Erste Komposition wurde als Violinkonzert Nr.2 bekannt. Im Jahre 1837 führte er unter grosser Begeisterung und Anerkennung des Publikums in St.Petersburg sein Konzert Nr.1 auf. In Paris wohnend widmete er sich mit grossem Erfolg der Komposition weiterer Werke.
In den Jahren 1843-1844 war er mit dem Pianisten ..... auf Amerika Tournee. Im gleichen Jahr heiratete er die Wiener Pianistin Josephine Erder. 1846 siedelte er für 6 Jahre nach St. Petersburg, als Hofmusiker des Zaren Nikolaus I. und als Solist am Kaiserlichen Theater zu St. Petersburg. In dieser Stellung komponierte unter anderem 4 weitere Violinkonzerte. Vieuxtemps war Gründer der St.Petersburger Violinschule am dortigen Konservatorium.
1850 wohnt und wirkt er wieder in Brüssel. Nur zwei Jahre später siedelte er nach Frankfurt a/M über und in 1866 wieder nach Paris wo er seine internationale Karriere weiter ausbaute.
Sechs Jahre später in 1871 überträgt er seine Geigenklasse an Henryk Wieniawski, kehrt nach Brüssel zurück und übernimmt zum wiederholten Male die Professur am Brüsseler Konservatorium. Sein renomiertester Schüler war Eugène Ysaye.
1873 befiel ihn nach einem Schlaganfall eine Lähmung der linken Körperseite, die es ihm unmöglich machte, weiterhin Violine zu spielen. Fortan lebte er zurückgezogen meist in Paris. Ab 1879 verbrachte er seine letzten Lebensjahre in einem algerischen Sanatorium, am Wohnort seiner dort verheirateten Tochter. Er setzte sein kompositorisches Werk unermüdlich fort, allerdings verbittert seine Musik von anderen Solisten aufführen zu lassen.
Seine Vaterstadt Verviers widmete ihm ein Denkmal, auch trägt dort ein Platz seinen Namen.Werke
Henri Vieuxtemps und Eugène Ysayë kann man als Begründer der franco-belgischen Violinschule bezeichnen, die heute noch an den Konservatorien von Lüttich, Brüssel und Paris gepflegt wird.
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