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Eine Person wird in der Regel dann zum Helden, wenn sie eine außerordentliche und rühmenswerte Tat vollbringt. Zu solchen Taten zählen das Töten von Ungeheuern und die Rettung von Menschenleben. Ein Held entspricht normalerweise der Definition dessen, was in der jeweiligen Kultur als gut und edel gilt.
Ein Held kann jedoch auch ganz allgemein die Hauptfigur einer Geschichte sein, unabhängig von seinen Fähigkeiten oder seinem moralischen Status. Man spricht dann auch vom Romanheld oder Protagonisten. Er kann dann auch schwach oder böse sein oder ernste Fehler begehen, die zu seinem Fall führen (besonders in der Tragödie, siehe z.B. Hamlet).
Der Heros
Zuweilen vermochte auch eine historische Person so viel Ansehen zu erzielen, dass sie ein Held in den Augen des Volkes wurde (Volksheld). Dieses Phänomen war häufig begleitet von einem schnelles Wachstum an Mythen um die Person; häufig wurden ihr besondere Kräfte zugeschrieben.
Soziologen sehen in Zeiten sozialer Umwälzungen oder nationaler Krisen nachgerade die Notwendigkeit eines Helden. Solche Helden bilden dann ein bestimmtes Vorbild, teilweise ein Klischee, besonders für die Jugend. Solche Mythenbildung scheint früher wirksamer gewesen zu sein; heute erschöpft sie sich offensichtlich in pseudoreligiösem Starkult.
Bekannte Helden nähern sich in einigen Kulturen dem Status von Göttern an. Das Wort Heros kommt aus dem altgriechisch und bezeichnet den Kulturheros der Mythologie. Die griechischen Helden waren häufig die Gestalten, die als mythische Gründer der griechischen Städte, Staaten und Länder galten. Diese mythischen Helden waren nicht immer Vorbilder oder verfügten über heroische Tugenden. Viele waren Halbgötter, Nachkommen von Sterblichen und Göttern. Das Zeitalter, in dem Helden dieser Art wirkten, und wo die Geschichten der griechischen Mythologie spielten, wird auch das "Heroische Zeitalter;" genannt, diese Ära endete kurz nach dem Trojanischen Krieg als die legendären Kämpfer in die Heimat oder ins Exil gingen.
Der Religionsphilosoph Hermann Usener dreht in seinem Buch "Götternamen" www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3465031148/booksnewasin/028-8726466-3698916 den Spieß um, indem er folgendes Postulat aufstellt: Ist die geschichtliche Realität eines Helden nicht glasklar bewiesen, so verbirgt sich dahinter immer ein Gott. Interessanterweise kommt Norbert Lönnendonker in seinem Buch "Als die Götter noch jung waren; Namenkundliche Untersuchungen zur Nibelungensage" www.rhombos.de/onlinesh/jjeo/produkte/niebe.htm zu dem gleichen Ergebnis - zumindest was die Helden Siegfried/Sigurd (Drachentöter), Hagen von Tronje (Högni in der Ths.)und Dietrich von Bern (Thidrek af Berne in der Ths.) betrifft. (siehe auch Thidrekssaga: www.sungaya.de/schwarz/germanen/thidrekssaga.htm
Bekannte Helden:
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