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1231 folgte Heinrich seinem Bruder Ludwig IV der 1227 auf dem Weg ins Heilige Land gestorben war, in der Landgrafschaft Thüringen nach. Zu Elisabeth von Thüringen, der jungen Witwe seines Bruders, herrschte ein gespanntes Verhältnis. Entweder vertrieb er Elisabeth - die später sehr bekannte Heilige - von der Wartburg oder sie gab wegen seiner Missgunst und Betrügereien auf. Heinrich regierte an Stelle von Elisabeths Sohn, seines minderjährigen Neffen Hermann II, der 1227 erst fünf Jahre alt war und 1241 vermutlich mit Wissen Heinrich Raspes vergiftet wurde.
1238 heiratete er Gertrud, die Schwester Herzog Friedrich II von Österreich, und 1241 Beatrix von Brabant. Da er fürchtete, kinderlos zu bleiben, entschloss er sich zur Eventualbelehnung seines wettinischen Neffen Heinrich (Sohn des Markgrafen von Meißen) mit der Landgrafschaft Thüringen.
1242 wurde Heinrich zusammen mit Wenzel I von Friedrich II zum Reichsverwalter für seinen minderjährigen Sohn Konrad IV bstellt. So sollte ein entstandener Bürgerkrieg beendet und das Land gegen die drohenden Mongolenkriege vorbereitet werden. Nach der Absetzung Friedrichs 1245 durch Papst Innozenz IV wechselte er die Seiten und wurde mit Unterstützung der Erzbischöfe von Mainz und Köln am 22. Mai 1246 von einer Minderheit der deutschen Fürsten in Veitshöchheim bei Würzburg zum König gewählt. Wegen dieser Wahlhilfe und Zuwendungen Roms erhielt er schon bald den Beinamen "rex clericorum" (Pfaffenkönig). In der Schlacht von Nidda (August 1246) besiegte Heinrich seinen früheren Schützling Konrad, starb aber einige Monate später auf der Wartburg.
Mit Heinrich Raspe starb die Familie der Ludowinger in männlicher Linie aus. Im daraufhin ausbrechenden Erbfolgekrieg konnte sich in Hessen Heinrichs Nichte Sophie von Brabant (Tochter Ludwigs und Elisabeths) behaupten, während die Landgrafschaft Thüringen an Heinrich Raspes Neffen Heinrich und damit an die Familie der Wettiner ging.
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