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| Strukturformel der Aminosäure | |
|---|---|
| Allgemeines | |
| Name | Glutaminsäure |
| Abkürzung | Glu E |
| essentiell | nein |
| Summenformel | C5H9NO4 |
| Andere Namen | Weitere Namen-Redirects verwenden |
| Kurzbeschreibung | weißes Pulver |
| CAS-Nummer | 56-86-0 |
| Sicherheitshinweise | |
| - keine Gefährdungsklasse - | |
| R- und S-Sätze | -- |
| Handhabung | keine besonderen Anforderungen |
| Lagerung | Dicht verschlossen. Trocken. +5°C bis +30°C. |
| MAK | Maximale Arbeitsplatzkonzentration ml/m3 |
| LD50 (Ratte) | oral >30000 mg/kg |
| Physikalische Eigenschaften | |
| Aggregatzustand | fest |
| Farbe | farblos |
| Dichte | x g/cm3 |
| Molmasse | 147,13 g/mol |
| Schmelzpunkt | 160 °C |
| Siedepunkt | x °C |
| Dampfdruck | x hPa |
| Weitere Eigenschaften | |
| Seitenkette | sauer |
| isoelektrischer Punkt | 3,15 |
| Löslichkeit | 11,1 g/l (in Wasser bei 20°C) |
| Gut löslich in | Lösungsmittel |
| Schlecht löslich in | Lösungsmittel |
| Unlöslich in | Lösungsmittel |
| SI-Einheiten wurden wo möglich verwendet. Wenn nicht anders vermerkt wurden Normbedingungen benutzt. | |
| Inhalt |
|
1 Name 2 Vorkommen 3 Synthese 4 Funktionen
4.1 Bedeutung bei der Umsetzung des Zellgiftes NH4+
54.2 Vorstufe weiterer Aminosäuren 4.3 Postsynthetische Reaktionen 6 Wiki-/Web |
Auch in der Netzhaut hat die Glutaminsäure sehr wahrscheinlich eine Transmitterfunktion. Im Gehirn der Wirbeltiere verkörpert die freie Glutaminsäure die Aminosäure mit der weitaus höchsten Konzentration.
Bisher wurden, von den gelegentlichen Beobachtungen einer extrasynaptischen Hyperpolarisation abgesehen, nur exzitatorische Glutaminsäureeffekte verzeichnet. Bei Wirbellosen, namentlich bei Insekten, spielt die Glutaminsäure als Transmitter für die neuromuskuläre Endplatte eine besondere Rolle.
Für die endgültige Entgiftung müssen Ammoniumionen dem Harnstoffzyklus zugeführt werden. Dies erfolgt sowohl durch Übertragung (Transaminierung) auf Oxalacetat (OA), als auch über die Glutamat-Dehydrogenase Reaktion. Glutamin kann mit α-Ketoglutarat zu zwei Molekülen Glutaminsäure umgesetzt und damit der GDH-Reaktion zugeführt werden. Diese Reaktion wird durch Glutamat-Synthase (GluS) katalysiert.
Abbildung: Schlüsselrolle von Glutamat (Glu) bei der Desaminierung und in Transaminierungsreationen. Die Wechselbeziehungen zu Glutamin (Gln) werden peripher in Kurzform dargestellt.
Bei der Aminosäuresynthese ist Glutaminsäure der NH2 Donor in einer
Transaminierungsreaktion. Diese überführt α-Ketosäuren in die homologen α-Aminosäuren.
Beispiele sind Glutamat-Oxalacetat-Transaminase (GOT) und Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT). Coenzym ist Pyridoxal-phosphat. Für nahezu alle anderen Aminogruppen, die im Stoffwechsel benötigt werden, ist Glutamin der Donor.
Name
Die Glutaminsäure (Glu), (engl. glutamic acid) auch Aminodicarbonsäure, Summenformel: ist eine Aminosäure.Vorkommen
Die Glutaminsäure ist ein Bestandteil von Polypeptidketten und Proteinen.Synthese
Für die Synthese der Transmitter-Glutaminsäure werden wahrscheinlich die auch im Zwischenstoffwechsel verwendeten Wege genutzt. Verschiedene Krankheitsbilder werden neuerdings ursächlich mit Störungen der Glutaminsäuretransmission in Verbindung gebracht: z.B. Epilepsie, Ischämie, Chorea Huntington,Morbus Alzheimer und Morbus Parkinson.Funktionen
Als solche ist sie Bestandteil der Polypeptidketten von Proteinen. Darüberhinaus hat sie viele Funktionen im Zwischenstoffwechsel. Ihre ionisierte Form, das Glutamat, ist der wichtigste elektrische Erregbarkeit Neurotransmitter im zentralen Nervensystem der Wirbeltiere. Sie dient als Präkursor in der Synthese von gamma-Aminobuttersäure, des wichtigsten hemmenden Neurotransmitters im zentralen Nervensystem der Wirbeltiere.Bedeutung bei der Umsetzung des Zellgiftes NH4+
Glutamat entsteht im Citratzyklus aus α-Ketoglutarat (αKG) und einem Ammoniumion durch die Reaktion der Glutamat-Dehydrogenase (GDH). Ein weiteres Ammoniumion kann über die Reaktion der Glutamin-Synthase(GlnS) abgefangen werden, wobei Glutamin entsteht. Beide Reaktionen dienen der spontanen Entgiftung aller Gewebe und sind im Hirn von besonderer Bedeutung.Vorstufe weiterer Aminosäuren
Die "Glutaminsäure-Familie" umfasst neben Glutamin zwei weitere nichtessentielle Aminosäuren: Prolin (Pro) und Arginin (Arg):
Postsynthetische Reaktionen
Nach ihrem Einbau in Proteine kann die Seitenkette der Glutaminsäure weiter modifiziert werden. Bedeutend sind
Siehe auch: Cori-ZyklusWiki-/Weblinks
| Aminosäuren |
|---|
| Alanin | Arginin | Asparagin | Asparaginsäure | Cystein | Glutamin | Glutaminsäure | Glycin | Histidin | Isoleucin | Leucin | Lysin | Methionin | Phenylalanin | Prolin | Selenocystein | Serin | Threonin | Tryptophan | Tyrosin | Valin |
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Free Documentation License. |