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Georges Méliès gilt als der Zauberkünstler des frühen Films. In der Anfangszeit stellte das neue Medium Film noch keine Kunstform dar, sondern eine Jahrmarktsattraktion. Melies war der erste, der statt einzelner Szenen Filme mit einer komplexen Handlung drehte.
Méliès stammte vom Theater und war mit den klassischen Theatertricks vertraut. Er setzte zunächst die Filmkamera ein, um kurze Sketche und Ähnliches aufzunehmen. Durch Zufall entdeckte er dabei den einfachsten aller Spezialeffekte im Film, nämlich den Stoptrick. Autodidaktisch entwickelte er die Tricktechnik weiter, so dass er bald "Geisteraufnahmen" und Mehrfachbelichtungen (Split Screen) drehen konnte.
Mit dem 1902 für die exorbitante Summe von 20.000 Francs entstandenen, knapp 14-minütigen Film Le Voyage dans la lune, der häufig als das erste Meisterwerk der Filmgeschichte betrachtet wird, drehte er nach einer Vorlage von Jules Verne den ersten Science Fiction-Film.
Geoges Méliès' Werk wurde keine Beachtung geschenkt und es wäre beinahe völlig in Vergessenheit geraten. Zufällig wurden jedoch ein paar Studenten auf Filme von ihm, die sie entdeckt hatten, aufmerksam. Sie spürten den alten Filmemacher auf - er verdiente sich seinen Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Zeitungen. Da Méliès die Negative der Filme vernichtet hatte, sind aber trotz aller Bemühungen die meisten seiner Filme verschollen.
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