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George Segal

George Segal (* 26. November 1924 in der Bronx, New York) ist Künstler.

George Segal wurde als Sohn Jüdischer Einwanderer aus Polen in der Bronx, in New York geboren.

1941 studierte er Kunst an der "Cooper Union School of Art". Durch den Ausbruch des Krieges und der Arbeit auf der Elterlichen Hühnerfarm, musste er bereits nach einem Jahr sein Studium Unterbrechen. 1946 setzte er das Studium an der "Rutgers University" dann schließlich fort.

Zu Anfang zeichnet der junge Künstler bis spät in die fünfziger seine eigenen Bilder, bei denen Menschen in oft sehr dramatischen Situationen dargestellt wurden. Während dieser phase suchte Segal den Wandel vom Bild in den Realen Raum.

Im Zuge einer neuen Kunstrichtung, die "Junk Art" genannt wurde, entwickelte George Segal seinen neuen Stil, die Kreation von Gipsfiguren. Dies war der Stil, der ihn weltberühmt machen sollte. Junk Art soll dem Betrachter eine neue Art der Realität ins Bewusstsein rufen, wobei vor allem Kritik an der Konsum- und Überflussgesellschaft ausgeübt wird.

In diesem Strom von neuen Künstlerischen Eindrücken, präsentierte Segal 1959/60 seine erste situationelle Skulptur "Man on a bicycle". Diese Skulptur stellt einen Mann auf einem Fahrrad da. Typisch für Segal ist die Verbindung von Gipsfiguren, zusammen mit echten Gegenständen. In diesem Beispiel, ist der Fahrradfahrer aus Gips gefertigt, das Fahrrad dagegen ein handelsüblicher Gegenstand.

In seinen ersten Skulpturen arbeitete der Künstler noch mit Holz und Draht als Gerüst für seine Figuren. 1961 fand er dann zu einer neuen Art, seine Figuren zu kreieren. Er bediente sich Gipsbandagen und deckte damit den Körper einer Person zu. Nach dem entfernen der Gipshülle, werden die Hohlformen zu einem Körper zusammengesetzt. Anfangs stand er sich noch selber Modell. Dies änderte sich aber schon bald als ihm auch gute Bekannte und vor allem seine Frau Modell standen. Bis 1969 spezialisierte er sich überwiegend auf Szenen, in denen Gipsfiguren zusammen mit realen Gegenständen zu sehen waren. In dieser Zeit entstanden Envirnmentals wie zum Beispiel "Cinema (1963)" und "The Restaurant (1967)".

Über viele Jahre hinweg hatten sich bis dato große Mengen von nicht Montierten Gipsformen gesammelt, die Segal in seinen bisherigen Arbeiten nicht verarbeiten wollte, weil er sie nicht passend, oder ästhetisch genug fand. 1969 begann er damit die Überreste zu eigenen Skulpturen zu verarbeiten und Bruchstücke eines Körpers zu neuen Gebilden zu verarbeiten. Die Fragmente zeigten einzelne Körperteile, wie Brüste, Gesäße, Schultern Kinnpartien. Dies war der Anfang von George Segals erotischer Phase, in der er häufig leicht, oder auch gar nicht bekleidete Personen, oder Personenfragmente darstellte.

Segal hat meist gänzlich auf Farben verzichtet. Wenn er Farben benutze, so waren die Figuren zum großen teil einfarbig gehalten. Die monochrome "Haut", welche die Figur bekommt, soll den naturalistischen Eindruck nehmen und den fiktionalen Eindruck der Szene verstärken. Dieses Spielen mit Farben sollte den Betrachter dazu einladen, in das Geschehen ein zu treten. Auch wenn "Woman against black window" ein späteres Bild von George Segal dargestellt, so hat er hier Fragment und Farbe verbunden. Die leicht bekleidete Frau, die man nur zum teil sehen kann, steht vor einem Schwarzen Fenster in einer schwarzen Wand. Zu dem, hat sie noch ein Hemd an, was aber in der Mitte offen ist.

Anfang der achtziger, befasste sich der Künstler mit einer ganz neuen Art von Gipsfiguren. Hatte er bis jetzt lediglich Menschen gegossen, so ging er jetzt auch zu Objekten über, die dann ein Stillleben darstellten. Anders als bei den Menschlichen Abbildungen, hat er diese nicht mit Gipsbandagen, sondern mit übergießen von Früchten, Flaschen und anderen Gegenständen kreiert.

Mit seinen envirnmentalen Plastiken, sucht Segal nicht das spektakuläre, sondern er will das Alltägliche Leben auffangen, die das Auge schon gar nicht mehr wahr nimmt, weil es zu alltäglich geworden ist. Auf diese Arte, möchte er die Zustände der Amerikanischen Gesellschaft reflektieren, in dem er Fragen aufwirft, zu denen man nicht die Antwort, geschweige denn die Lösung parat hat.

Dazu bedient er sich eines trostlosen Stiles, der zum Beispiel durch das fehlen jeglicher Kommunikation verstärkt wird. Auch die Anonymität und Isolation jeder einzelnen Figur heben noch zusätzlich das melancholische Gefüge einer jeden Szene an.

Trotz dieser Verfremdung stellt der Betrachter ein Teil des Kunstwerks da. Er wird durch Hinzutreten zum Teilhaben bewegt. Man fühlt sich eins mit der Szene. Dies wird nicht zuletzt durch die Gipsfiguren erzeugt, die menschengroß in einer Situation stehen, sitzen, liegen.
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Free Documentation License.



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