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1 Topographische Beschreibung 2 Geologische Beschreibung 3 Wirtschaftsgeschichte 4 5 |
Topographische Beschreibung
Etwa entlang des Erzgebirgskamms verläuft die Grenze zwischen Tschechien und Deutschland (Sachsen). Es ist etwa 150 km lang und durchschnittlich 40 km breit. Östlich schließt sich die Sächsische Schweiz, westlich das Elstergebirge und der sächsische Teil des Vogtlandes an. Südlich des Osterzgebirges liegt das Nordböhmische Becken, gegenüber das Böhmische Mittelgebirge. Südlich des Westerzgebirges liegen Ohřegraben und Duppauer Gebirge. Nach Norden hin ist die Grenze unscharf. Geologisch läßt sie sich feststellen. Es gibt aber keine klare landschaftliche Ausprägung. Man bezeichnet diese, zwischen Zwickau und Chemnitz gelegene Landschaft auch als Erzgebirgsvorland. Der Tradition folgend zählt Zwickau noch zum Erzgebirge, Chemnitz liegt knapp außerhalb dessen und Freiberg (Sachsen) wird wiederum dazu gerechnet. Die mutmaßliche Grenze des Erzgebirges läuft dann südwestlich Dresdens auf das Elbsandsteingebirge zu. Nördlich des Erzgebirges geht die Landschaft allmählich in das Sächsische Hügelland und das Sächsische Elbland über.
Das Erzgebirge innerhalb der Mittelgebirgsschwelle zählt zur so genannten Böhmischen Masse, einem aus diesem, dem Oberpfälzer Wald, Böhmerwald, Bayerischem Wald, Lausitzer Gebirge, Isergebirge, Riesengebirge und den innerböhmischen Gebirgen bestehendem Gebirgsstock. Gleichfalls bildet es mit Oberpfälzer Wald, Böhmerwald, Bayerischem Wald, Fichtelgebirge, Frankenwald, Thüringer Schiefergebirge und Thüringer Wald einen ypsilonförmigen Gebirgskomplex, der zwar keinen Eigennamen trägt, klimatisch aber recht einheitlich zu bewerten ist.
Höchste Erhebungen sind:
Das Erzgebirge ist geologisch als eines der weltweit am besten erforschten Gebirge zu sehen.
Wichtige vorkommende Gesteine: Glimmerschiefer, Phyllite und Granite im Westen, Basalt als Reste im Scheibenberg, Bärenstein, Pöhlberg, Geisingberg sowie Gneise und Quarzporphyr (Kahleberg) im Osten.
Wirtschaftsgeschichte
Seinen Namen hat das Gebirge vom Erzbergbau, der zusammen mit der Besiedlung im 12. Jahrhundert begann. Davor trug es verschiedene Bezeichnungen, zuletzt den germanischen Namen "Miriquido" (Schwarz-/ Dunkelwald). Gewonnen wurden Silber, Blei, Zinn, Kobalt und Eisen. Dieser Erzbergbau kam im 17. Jahrhundert zum Erliegen. Danach siedelte sich Holzwaren- und Spielzeugherstellung vor allem im Osterzgebirge an. Die Uhrenindustrie hat in Glashütte einen Schwerpunkt. Im Westerzgebirge waren wirtschaftliche Alternativen Maschinenbau und Textilindustrie. Nach 1945 wurden (bis 1960) in größerem Maßstab durch die Wismut A.G für die Sowjetunion Uranerze mit den Schwerpunkten Johanngeorgenstadt, Schlema und Aue abgebaut. Dieses Uran wurde in der Rüstungsindustrie und später zur Energiegewinnung verwendet. In Freiberg (Sachsen), Altenberg und Ehrenfriedersdorf betrieb man bis Ende der 1960er Jahre Erzbergbau (Zinnerz, Bleierz, Zinkerz). Die Verhüttung dieser Erze fand in Freiberg (Sachsen) bis Anfang der 1990er Jahre statt. In Sankt Egidien befand sich ein Standort für Nickelverhüttung. Ein weiterer bekannter Ort des Erzabbaus ist Seiffen. Das Dorf im Osterzgebirge ist heute Mittelpunkt der Holzwaren- und Spielzeugherstellung. Hier werden Räuchermänner, Nussknacker, Schwibbbögen, Pyramiden und Spieldosen aus Holz gefertigt. Bei Zwickau, Lugau, Oelsnitz (Erzgebirge) sowie bei Freital wurde bis in das vorletzte Drittel des 20. Jahrhunderts Steinkohle abgebaut.
Das bis vor über 800 Jahren (11. Jahrhundert) noch vollständig mit Wald bestandene Gebirge ist durch Bergbau und Besiedlung fast vollständig zur Kulturlandschaft umgestaltet worden. Bis in hohe Lagen des Gebirges ist die Bevölkerungsdichte hoch und mit Oberwiesenthal liegt im Erzgebirge die höchstgelegene Stadt Deutschlands. Nur in den relativ unzugänglichen, klimatisch ungünstigeren Kammlagen, findet man noch größere zusammenhängende Waldgebiete, die allerdings seit dem 18. Jahrhundert forstwirtschaftlich genutzt werden (Monokultur von Fichten). In den 1980er Jahren wurden bei Altenberg und bei Reitzenhain erste Anzeichen von Waldsterben festgestellt. Bemerkenswert sind ebenfalls die Hochmoore bei Carlsfeld, Johanngeorgenstadt, Reitzenhain und Zinnwald.
siehe auch: Liste der Landschaften in Sachsen
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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |