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Der englische Ethnologe Nigel Barley vergleicht das Ergebnis der Enkulturation, nämlich die eigene Kulturhaftigkeit, sehr treffend mit unserer eigenen Nase, denn:
''"Wir sehen sie nicht, weil sie genau vor unseren Augen liegt und wir gewohnt sind, die Welt unmittelbar durch sie hindurch zu betrachten. Wenn wir sie überhaupt wahrnehmen, sehen wir sie als Teil der Welt. Die Kultur der Anderen indes ist, wie die Nasen in ihren Gesichtern, offenkundig und bietet sich für unvoreingenommene und langwierige Forschungen und Vergleiche an." (aus: Nigel Barley, "Traurige Insulaner", 1999, S.9)''
Die Unmerklichkeit und Unreflektiertheit des Kulturerwerbs und die nur im Kontrast zu anderen, fremden Kulturen erfahrbare eigene Kulturhaftigkeit führen häufig dazu, die eigene Kultur für normal, natürlich oder gar gottgegeben zu halten. Interkulturelles Lernen, Auslandserfahrungen, multi-kulturelle Begegnungen sind daher wichtige Ansätze und Möglichkeiten, Kultur-Zentriertheit, Ethnozentrismus, Rassismus und Nationalismus entgegenzuwirken.
Web-Tipp
Für Jugendliche und junge Erwachsene bestehen mit Workcamps, Schüleraustausch und internationalen Jugendbegegnungen und vielfältigen europäischen Austauschprogrammen gute Möglichkeiten, den eigenen "Kultur-Horizont" zu erweitern.
Eine komplette Übersicht internationaler Austauschprogramme und Angebote findet sich beim IJAB (Internationaler Jugendaustausch- und Besucherdienst der Bundesrepublik Deutschland e.V.): www.ijab.de
www.ijab.de
Zu europäischen Programmen gibt es alle Infos bei JFE (Jugend für Europa): www.webforum-jugend.de
www.webforum-jugend.de
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