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Elsässische Sprache

Elsässisch (Elsässerditsch) heißen die im Elsass gesprochenen alemannischen Dialekte. Im größten Teil des Elsass wird Niederalemannisch gesprochen, lediglich der Sundgau im Süden gehört zum Hochalemannischen. Im äußersten Norden des Elsass wird Pfälzisch gesprochen.

Inhalt
1 Elsässisch heute
2 Linguistik
3

Elsässisch heute

Laut einer Studie von 2001 bezeichnen sich 61 Prozent der Bevölkerung des Elsass als Elsässisch sprechend. Von den Jugendlichen gab nur jeder vierte an, sich gelegentlich in der Regionalsprache zu unterhalten. Nur noch etwa 5 Prozent der Schulanfänger verfügen über entsprechende Sprachkenntnisse, da nur 28,8 Prozent der Eltern ihren Kinder mindestens ein wenig Elsässisch beibringen. Deutlich ist ein Stadt-Land-Gefälle zuungunsten der Städte. Am besten konnte sich die Sprache im Norden und Nordwesten (Unterelsass) und in landwirtschaftliche Berufen und Berufen mit viel Publikumsverkehr erhalten. Mitte des 20. Jahrhunderts verstanden noch etwa 90 Prozent Elsässisch (Elsässerdeutsch) und/oder Hochdeutsch.

Schriftsteller, die sowohl französisch als auch hochdeutsch und elsässisch schreiben oder schrieben sind unter anderem René Schickele, Jean Egen und André Weckmann.

Straßenschilder sind oft zweisprachig in Französisch und Elsässisch ausgeführt. Dafür können Fördermittel bei der OCLA (Office pour la Langue & la Culture d'Alsace) beantragt werden. In jüngerer Zeit wird ein zweisprachiger Unterricht angestrebt. Dafür engagieren sich nicht nur Privatinitiativen, sondern auch zunehmend die Administration, die den Wirtschaftsfaktor Bilinguismus erhalten möchte.

Linguistik

Die Mundart des Elsass gehört zu den alemannischen Mundarten (im Norden starke fränkische Einflüsse spürbar). Im Unterschied zu den Mundarten östlich des Rheins werden viele französischee Wortstämme verwendet.

Typische Merkmale der elsässischen Mundart:

hochdeutsches und alemannisches er und ir wird zu ''r'\':

eine sonst untypische Lautverschiebung von g zu w: Verwendung vieler französischer Wortstämme: Dabei kommt es sehr oft zu "Eindeutschungen", wie z.B. französische Wurzeln mit deutschen Grammatik-Endungen: z.B. deutsch wählen - elsässisch schwasiere(n) (von französisch choisir)

Siehe auch: Elsass, Lothringische Sprache, Baseldytsch


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