| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Geschichte
Bundeskanzler Gerhard Schröder kündigte am 17. März 2004 bei der Eröffnung der CeBIT 2004 in Hannover an, dass die elektronische Patientenkarte bis zum Jahr 2006 eingeführt werden solle. Rund 80 Millionen gesetzlich Krankenversicherte sollen vom 1. Januar 2006 an diese im Volksmund Gesundheitskarte genannte Chipkarte erhalten. Dies projektiert das "Gesetz zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung".
Die Umstellungskosten von der bisherigen Versicherten Karte mit Speicherchip auf die neue Gesundheitskarte mit Mikroprozessorchip werden von der auf Chipkarten und Sicherheitstechnologien spezialisierten Firma Giesecke & Devrient auf 1,7 Milliarden Euro geschätzt. Man erhofft sich andererseits Einsparungen z.B. durch die Einführung des elektronischen Rezeptes. Die Krankenkassen veranschlagen zur Zeit für jedes der jährlich 700 Millionen Rezepte Bearbeitungskosten von 40-50 Cent.
Die Finanzierung der Karten, der Lesegeräte und der technischen Infrastruktur in den Arztpraxen und Krankenhäusern ist noch offen. Das Bundesgesundheitsministerium geht davon aus, dass die Kosten im Wesentlichen von den Leistungserbringern und Krankenkassen aufgebracht werden. Allerdings könnte dies zu einer Beitragssatzsteigerung führen. Die Industrie hat großes Interesse an dem Projekt gezeigt und eine Vorfinanzierung angeboten.
siehe auch: eHealth, Notfallversorgung
vorgesehene Struktur
Die Chipkarte soll ein Foto enthalten und die elektronische Übermittlung ärztlicher Verordnungen (z.B. Rezepte) erlauben.
Die Karte enthielte außer einer Reihe relevanter persönlicher Informationen (Geburtsdatum, Krankenkasse, Adresse, Zuzahlungsstufe, etc.) eine Art elektronischen Schlüssel. Informationen zu aktuellen und früheren Erkrankungen und Behandlungen, Angaben zur Notfallversorgung etc. sollen auf zentralen Servern gespeichert werden können. Zugriff auf diese Informationen sollen nur Ärzte und Apotheker über eine gesicherte Online-Verbindung bekommen, und zwar auch nur mit Einwilligung des Patienten. Dafür brauchten sie eine eigene Berechtigungskarte. Nur wer Berechtigungskarte und Patientenkarte besäße, hätte demnach Zugriff zu den Informationen.Kostenerwartungen
Kritikerstimmen, Datenschützer
Einige Krankenkassen, Ärzteverbände und Politiker bezweifeln, ob der geplante Termin für die Einführung eingehalten werden kann. Sie befürchten ähnliche Schwierigkeiten wie bei der Einführung der LKW-Maut in Deutschland.
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |