| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
Einspritzanlagen und Vergaser versetzen den durch sie tretenden Luftstrom mit einer bestimmten Menge an Kraftstoff, es entsteht idealerweise ein gasförmiges Gemisch, daher auch der Begriff "Vergaser".
Motoren erzeugen während des Ansaugtakts durch die sich im Zylinder hinabbewegenden Kolben einen Unterdruck. Durch die stets gleichweit öffnenden Einlaßventile kann Gemisch in den Brennraum strömen. Um diese Menge zu regulieren, muß man den Querschnitt verringern, dies geschieht durch die Drosselklappe.
Bei Vergasern befindet sich die Drosselklappe an einer Stelle des Ansaugtrichters, wo er eine zylindrische Form hat. Sie selbst ist ein Kreisrundes Blech, das senkrecht zur Trichterachse drehbar gelagert angeordnet ist und im geschlossenen Zustand das Rohr komplett1 verschliessen würde. Wird sie aus dieser Position um 90° gedreht, gibt sie den vollen1 Querschnitt frei, es kann die volle Gasmenge (Gemischmenge) in den Motor einströmen, man spricht daher im Volksmund von Vollgas.
Bei Einspritzanlagen befindet sich die Drosselklappe im Drosselklappengehäuse.
1(Anmerkungen: Die komplette Verschliessung des Trichterquerschnitts wird durch einen Anschlag verhindert, damit der Motor nicht ausgeht; vom Trichterquerschnitt muss bei Vollgas freilich die Stirnfläche der Drosselklappenachse abgezogen werden, insofern ist es nicht ganz der volle Querschnitt.)
Bei Vergasern mit Starterklappe exisitiert eine weitere Klappe weiter vorn im Luftstrom (meist im Ansaugstutzen, vor dem Abschnitt des Vergasers, wo er trichterförmig seinen Querschnitt reduziert). Sie wird beim Kaltstart des Motors verwendet, um den Kraftstoffanteil im Gemisch zu erhöhen. Erzielt wird dies durch eine weitere Begrenzung der in den Vergaser einströmenden Luft. Da sich die Kraftstoffaustrittsöffnung der Hauptdüse zwischen Starterklappe und Drosselklappe befindet, strömt wegen des leicht erhöhten Unterdrucks vor der Drosselklappe etwas mehr Sprit in den Luftstrom. Bildlich betrachtet schnürt man dem Motor mit dieser Klappe die Luftzufuhr ab, daher auch die landläufige Bezeichnung Choke (von engl. to choke ersticken, erwürgen).
Man kann die Wirkung der Starterklappe auch mit der Hand simulieren. Dazu nimmt man das Luftfilter bzw. dessen Rohr von der Ansaugtrichteröffnung eines Vergasermotors, z.B. an einem Rasenmäher. Sobald der (warme) Motor läuft, verschliesst man mit der Hand die Ansaugöffnung, jedoch nicht komplett, z.B. indem man einen Strohhalm von ca. 2 mm Durchmesser zwischen den Fingern einklemmt. Es stellt sich die selbe Wirkung ein, wie wenn man den Chokezug komplett zieht: Der Motor läuft nur noch schlecht, starke Schadstoff- und Rußentwicklung ist am Auspuff zu erkennen, da der Motor viel zu viel Kraftstoff pro angesaugter Luftmenge erhält, dies braucht er jedoch nur bei extrem niedriger Temeratur.
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |