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Das Westfälische, eine Dialektgruppe des Niedersächsischen (auch Niederdeutsch oder Plattdeutsch genannt) unterteilt sich in das Münsterländische im Münsterland, zu dem auch im weiteren Sinne die Dialekte des Ruhrgebiets zu zählen sind, das Westmünsterländische im Grenzgebiet zu den Niederlanden und zum Niederrhein, das Ostwestfälische, das jenseits der Landesgrenze auch in der Südhälfte des Osnabrücker Landes einschl. der Stadt Osnabrück gesprochen wird, sowie das Sauerländische.
In neuerer Zeit werden die Dialekte zunehmend durch das Schriftdeutsche verdrängt, besonders im westfälischen Landesteil. Auf der Grundlage des Schriftdeutschen entstehen mit dem niedersächsischen Substrat neue Dialekte wie das Ruhrdeutsche. In Westfalen herrscht heute ein Kontinuum zwischen Ruhrdeutsch oder anderen neuen Dialekten, die dem Ruhrdeutschen sehr ähneln, aber dem Schriftdeutschen noch näher sind, und dem Schriftdeutschen nach der Medienaussprache, während fast nur noch alte Menschen, in den Städten kaum noch jemand, im Ruhrgebiet wohl wirklich niemand mehr die bis vor dem Krieg gesprochenen Dialekte benutzt. Im Rheinland besteht ein solches Kontinuum eher zwischen den ererbten Dialekten und dem Medienhochdeutschen.
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