Als Cuticula oder Kutikula (lat. Häutchen) bezeichnet man
in der Botanik eine oft etwas gefältete Schutzschicht, die bei Pflanzen den Außenwänden der Epidermiszellen aufliegt. Sie schützt das pflanzliche Gewebe vor Wasserverlust und erhöht die mechanische Festigkeit der Epidermis. Häufig ist zur Abdichtung Wachs in die Cuticula eingelagert oder ihr aufgelagert.
ein der Oberfläche von tierischen und menschlichen Epithelien (besonders der Epidermis) aufliegendes "Oberhäutchen" als feste Zellausscheidung, die dem mechanischen Schutz und der Abschirmung des inneren Milieus dient.
bei Häutungstieren (Ecdysozoa) die außen liegende Körperdecke. Sie gibt dem Körper Form und Stabilität und ist ein in der Regel mehrlagiges Sekretionsprodukt der Epidermiszellen. Bei Insekten und anderen Gliederfüßern ist die Cuticula durch Chitin, teilweise auch Kalk zu einem selbst tragenden Exoskelett verstärkt, das vor Austrocknung schützt und den Gliederfüßern überhaupt erst ein Landleben ermöglicht. Bei den anderen Stämmen der Häutungstiere (u.a. Fadenwürmer (Nematoda), Bärtierchen (Tardigrada)) wird die Cuticula durch den Innendruck der Coelomflüssigkeit zu einem Hydroskelett versteift. Auch Ringelwürmer verfügen über eine derartige Cuticula.
botanik.uni-wuerzburg.de/bot2/vogg/gerd_vogg.html Biosynthese kutikulärer Wachse und deren Bedeutung als Permeabilitätsbarriere
lebenbegreifen.uni-bonn.de/lotus.htm Lotus-Effekt: Selbstreinigende Oberflächen nach dem Vorbild der Natur
bio2.rwth-aachen.de/teaching/ss00/AZ_ss00_24.htm Baustein "Integument: Definition und Funktion"
faunistik.net/DETINVERT/MORPHOLOGY/GEWEBE/cuticula_01.html Cuticula bei Insekten
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