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Celtis führte bis 1497 ein Wanderleben, das ihn mit wichtigen universitären Zentren des Humanismus in Kontakt brachte. Nach dem Studium in Köln war in Heidelberg der Einfluß von Rudolf Agricola prägend. Weitere wichtige Stationen waren Krakau, Nürnberg und Ingolstadt. 1497 von König Maximilian I an die Universität Wien als Professor der Rhetorik und Poetik berufen, übernahm er 1502 zusätzlich die Leitung des dortigen "Collegium poetarum et mathematicorum".
Celtis, der als deutscher "Erzhumanist" gilt, gründete mehrere wissenschaftliche Gesellschaften (Sodalitäten). Sein Briefwechsel ist eine wichtige Quelle für das gelehrte Netzwerk des deutschen Humanismus.
In seinen lyrischen Werken auf Latein imitierte Celtis Ovid und Horaz. Als Hauptwerk dürfen die "Quatuor libri Amorum" (1502) angesprochen werden.
Celtis war nicht nur als Poet bedeutend, sondern auch als Geograph und Editor. Er entdeckte die Tabula Peutingeriana und gab als erster die Werke von Roswitha von Gandersheim heraus.
Zu seinen Ehren wurde auch ein Gymnasium nach ihm benannt, nämlich das Celtis Gymnasium Schweinfurt.
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