Comitia (lateinischer Plural von Comitium, "Versammlungsort") war im antiken Rom die Bezeichnung für die Volksversammlung. In diesen Versammlungen wurde das Ergebnis einer Wahl oder Abstimmung nicht aufgrund der einzelnen Stimmen ermittelt, sondern aufgrund der Abstimmungsresultate in einzelnen Gruppen. Je nach Art dieser Gruppe unterscheidet man folgende Comitien:
comitia curiata - Versammlung der 30 Kurienn. Zur Zeit von Cicero wurde jede Kurie durch einen Liktor vertreten.
comitia centuriata - nach Centurien gegliedert, also ursprünglich eine Heeresversammlung, wählte die Konsuln.
Wie viel Einfluss das Volk in der römischen Republik über die Comitien auf die Politik hatte, ist in der Forschung umstritten. Während Polybios Rom als Beispiel für eine Mischverfassung ansah, in der monarchische (Magistrate), aristokratische (Senat) und demokratische (Comitien) Elemente sich die Waage hielten, sah die spätere Forschung ein eindeutiges Übergewicht des Senats, der (bzw. die in ihm führenden Politiker) die Entscheidungen der Volksversammlung vorherbestimmt habe. In den letzten Jahren haben einige Historiker wieder eine stärkere Rolle der Plebs und damit der Comitien angenommen.
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