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Chemische Grundbegriffe

Inhalt
1 Grundlegende Begriffe und Konzepte der Chemie
1.1 Stoffe
1.2 Reinstoff und Gemisch
1.3 Element und Verbindung
2 Stoffe und Stoffgruppen
2.4 Stofftrennung und Analyse
3 Chemische Reaktionen

Grundlegende Begriffe und Konzepte der Chemie

Stoffe

Die uns umgebende
Materie besteht aus Stoffen. Ein Goldring, eine Goldkette sowie ein Klumpen Gold haben verschiedene Gestalt, der Begriff des chemischen Stoffes abstrahiert aber von der äußeren Form und von der Größe und betont, dass zwischen den drei Gegenständen viele Gemeinsamkeiten bestehen, die im Stoffbegriff "Gold" zusammengefasst werden. Auch von der Größe (dem Volumen und der Masse) wird abstrahiert: ein Tropfen Wasser und die Füllung eines Trinkwasserspeichers haben eine so große Anzahl von Eigenschaften gemein ("flüssig", "durchsichtig" und viele mehr), dass man beides unter dem Stoff "Wasser" zusammenfasst.

Reinstoff und Gemisch

Die aus verschiedenen Stoffen bestehende Materie kann dabei als Reinstoff auftreten oder im Gegensatz dazu ein Gemisch aus zwei oder mehreren Stoffen bilden, die lose gemischt, ineinander gelöst oder mechanisch verbunden sein können. Der Granit zum Beispiel ist - wie man bloßem Auge oder mit einer Lupe erkennen kann - ein Gemisch, und zwar aus Feldspat, Quarz und Glimmer in fester mechanischer Verbindung. Zucker und Zimt bilden beim Verrühren ein loses Gemisch, das beispielsweise durch Sieben wieder getrennt werden kann. Allgemein lassen sich Gemenge meist physikalisch, zum Beispiel mechanisch oder magnetisch, wieder trennen. Lösungen sind homogene Gemische, das bedeutet sie sind stofflich einheitlich; heterogene Gemische bestehen aus mehreren Phasen.

Element und Verbindung

Reinstoffe werden weiter unterteilt in chemische Elemente und chemische Verbindungen. Verbindungen lassen sich mit chemischen oder thermischen Methoden wieder in ihre Ausgangselemente zerlegen. Elemente lassen sich chemisch nicht weiter zerlegen, daher spricht man von chemischen Elementen. Nur durch Kernspaltung oder Kernverschmelzung lassen sich Elemente umwandeln. Die Kernverschmelzung erfordert sehr hohe Teilchenenergien und damit sehr hohe Temperaturen und Drücke - wie beispielsweise im Inneren der Sonne herrschen - oder spezielle Beschleuniger. Durch die mit derartigen Prozessen verbundenen Energien unterscheiden sich solche Kernumwandlungen von chemischen Reaktionen. Verbindungen enthalten verschiedene Atomsorten, Elemente enthalten Atome, deren Reaktivität alle gleich sind: Elemente enthalten nur eine chemisch unterscheidbare Atomsorte. Die Kernladungszahl und damit auch die Ordnungszahl aller Atome eines gegebenen Elements ist gleich. Im Falle der Reinelemente sind auch die Kernmassen aller Atome gleich. Bei den Mischelementen treten verschiedene Isotope auf, die sich chemisch praktisch nicht unterscheiden. Eine durch Ordnungszahl (Protonenzahl) und Neutronenzahl charakterisierte Atomsorte nennt man Nuklid. Isotope sind Nuklide eines Elements mit gleicher Ordnungszahl (Anzahl an Protonen), aber verschiedener Neutronenzahl. Das Periodensystem ist eine geordnete Auflistung aller Elemente; die Anordnung erfolgt nach der Kernladungszahl.
  • Eine Chemische Formel gibt an, welche Elemente eine Verbindung enthält, gleichzeitig gibt sie also an, welche Atome ein Molekül oder eine Einheit der Verbindung enthält. Ionen sind elektrisch geladene Atome oder Moleküle.
  • Als Isomerie bezeichnet man das Auftreten verschiedener Moleküle mit derselben Summenformel. Ein Spezialfall ist die Stereoisomerie, siehe Stereochemie und Chiralität.
  • Die Atome sind in Molekülen oder Salzen durch chemische Bindungen miteinander verknüpft.
  • Chemische Reaktionen sind mit einem Energieumsatz, meist in Form von Wärme, verknüpft. Die chemische Thermodynamik befasst sich mit solchen Energie- und Wärmeänderungen und dem chemischen Gleichgewicht. Dieses ist erreicht, wenn chemische Reaktionen ablaufen können, aber kein Nettoumsatz mehr stattfindet. Das Massenwirkungsgesetz beschreibt den Zusammenhang zwischen den Konzentrationen (oder genauer: den Aktivitäten) der Edukte und Produkte, die dann vorhanden sind.
  • Die Zerlegung von Verbindungen nennt man Analyse. Im Gegensatz dazu ist die Synthese der Aufbau einer Verbindung. Auch die Untersuchung eines Stoffgemischs nennt man Analyse, siehe Analytische Chemie.

    Stoffe und Stoffgruppen

    Die Stoffe lassen sich nach verschiedenen Kriterien in Kategorien einteilen.

    Stofftrennung und Analyse

    Die Trennung von Stoffgemischen und die Reinigung von Stoffen erfolgen meist mittels physikalischer Verfahren. Diese machen sich Unterschiede in den physikalischen Eigenschaften wie zum Beispiel Dichte oder Siedepunkt zunutze und erfolgen ohne Stoffumwandlung. Dennoch gehören sie zu den wichtigsten und häufigsten Aufgaben des Chemikers.

    Chemische Reaktionen


    Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
    Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.