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Chatham-Inseln

Die Chatham Inseln gehören zu Neuseeland und liegen rund 800 Kilometer östlich der Hauptinseln im Pazifik (44° S, 176° W). Wegen ihrer östlichen Lage nahe der Datumsgrenze wurde für die Chathams der Slogan "First to see the sun" geprägt. Daher rückte das abgelegene Archipel auch im Jahr 2000 als Schauplatz einer besonderen Jahrtausendwende-Feier kurzzeitig stärker in den Blickpunkt des internationalen Interesses.

Inhalt
1 Entdeckung und Besiedlung
2 Bevölkerung und Fläche
3 Geografie
4 Klima
5 Fauna
6 Pflanzenwelt
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Entdeckung und Besiedlung

Aus europäischer Sicht entdeckt wurde die Inselgruppe 1791 durch Leutnant W. R. Broughton, der ihr den Namen seines Schiffes Chatham gab. Die ursprünglich Besiedelung reicht dagegen 800 bis 1000 Jahre zurück. Die Inseln sind die urprüngliche Heimat der inzwischen ausgestorbenen Moriori - ein Polynesisches Volk mit gemeinsamen Wurzeln zu den Maori.

Bevölkerung und Fläche

Die Gesämtfläche aller 10 Inseln beträgt 963 km² bei einer Einwohnerzahl von ca. 760. Bewohnt sind jedoch nur die beiden größeren Inseln Chatham (90 km²/750) Einwohner und Pitt Island (6 km²/50 Einwohner). Haupterwerbszweige sind Landwirtschaft/Schafzucht, Fischfang und Langustenzucht. Zudem finden sich jährlich ca. 5.000 Besucher ein. Die Hauptstadt ist Waitangi (Petre Bay) auf Chatham.

Geografie

Die Chatham Inseln sind vulkanischen Ursprungs und überwiegend aus Tuff und Basaltgestein aufgebaut.
Chatham besteht aus einem Hochplateau im Süden, flankiert von hohen Klippen. Der Norden wird dominiert vom 20 km² großen Inlandssee Te Wahanga, der nur durch schmale Landbrücken von der See getrennt ist. Weiterhin gibt es Torflandschaften und lange Sandstrände.
Pitt Island ist im Innern bewaldet, während die Küsten sowohl steile Klippen als auch schöne Sandstrände aufweisen. Hier ist die höchste Erhebung der Mount Hakepa (231 Meter). Auf dem unbewohnten Mangere Island geht es gar bis 286 Meter.

Klima

Die Temperaturen sind meeresklimatisch moderat und liegen durchschnittlich zwischen 18 ° im Sommer und 9 ° im Winter. Meist ist es windig, bewölkt und regnerisch.

Fauna

Insbesondere die unbewohnten kleineren Inseln des Archipels sind bekannt für ihre reiche Vogelwelt mit insgesamt 18 endemischen Arten. Mit dem Black Robin (ähnlich dem Rotkehlchen) gibt es hier eine der seltensten Vogelspezies. Die Population hat sich von einem Minimum von sieben Exemplaren wieder auf derzeit (2004) 150 Exemplare erholt. Der Taiko (Sturmvogel-Art) bildete früher teilweise die Nahrungsgrundlage für die Moriori. Auch seine Kopfzahl hat sich in jüngerer Zeit wieder erholt. Wie auf vielen Neuseeland vorgelagerten Inseln bedrohen eingeschleppte Ratten und Kaninchen die einheimische Tierwelt.





Pflanzenwelt

Die Chathams beherbergen unter anderem ca. 29 endemische Pflanzenarten.


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.