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Eine Besonderheit in der Geschichte der Chasaren stellt die Tatsache dar, dass im Chasarischen Reich etwa zweihundert Jahre lang, vom Beginn der Herrschaft von Khagan Obadja (Anfang 9. Jahrhundert) bis zum Bündnis mit Chorezm in den 970er Jahren, das Judentum Staatsreligion war. Faktisch bedeutet das wohl, dass ein Großteil der Oberschicht zum Judentum übergetreten war, während die den verschiedensten Völkern zugehörigen Einwohner teils heidnisch, teils christlich, teils muslimisch geblieben waren. Aus dieser Zeit existiert ein berühmter Briefwechsel zwischen dem andalusischen Juden Chasdai Ibn Schafrut, einem Hofbeamten des Kalifen Abd al-Rahman III. al-Nasir, und dem chasarischen Khagan Joseph.
Geschichte
Das Chasarenreich bestand von 568 bis 1016, war in der Anfangsperiode (568-650) allerdings kaum von anderen westtürkischen Stämmen (Sabiren, Awaren, Hunno-Bulgaren etc.) zu trennen beziehungsweise ein Vasall der Kök-Türken.
Im Zuge ihrer Eroberungen unterwarfen die Chasaren weite Teile der einstigen Altyn Oba Horde und deren Bewohner gingen schließlich in ihnen auf.
Spätestens 766 wurden sie jedoch zu einer unabhängigen Größe, in dauerndem Kampf mit den benachbarten Großmächten, dem islamischen Iran einerseits und dem christlichen Byzanz andererseits.
969 erfolgt die Unterwerfung durch die Kiewer Rus. Schon vorher gab es Angriffe der Rus und Petschenegen.
Möglicherweise sind große Teile der turksprachigen Juden Osteuropas, wie z.B. die Krimtschaken Nachfahren der alten Chasaren, die Behauptung das die aschkenasischen (also Jiddisch-sprachigen) Juden, die von Westeuropa nach Osteuropa eingewandert sind, von den Chasaren abstammen, lässt sich dagegen nicht halten.
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