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Der Chamsin entsteht durch eine typische Umstellung der Wetterlage im Frühjahr und Herbst, insbesondere bei einem Hochdruckgebiet über Mesopotamien und einem gleichzeitigen Tiefdruckgebiet über dem Mittelmeer. Die Folge ist das Einströmen heißer und trockener kontinentaler Luft (nur 10-20% Luftfeuchtigkeit), oft auch verbunden mit Sandstürmen. Der Chamsin weht aus Südost bis Ost. In Israel/Palästina erreichen die Temperaturen während der Chamsintage die Jahreshöchstwerte (bis über 40° C).
Das Wort Chamsin bzw. Khamsin stammt aus dem arabisch-ägyptischen Sprachraum und bedeutet übersetzt so viel wie fünfzig. Der Name geht auf die Überzeugung zurück, dass diese Art Sandsturm angeblich immer 50 Tage nach der Tagundnachtgleiche auftrete.
Für den Menschen ist der Chamsin durch die extremen Temperaturen ein unangenehmes Wetterphänomen; der israelische Satiriker Ephraim Kishon umschreibt diese Erfahrung in folgender Weise: "Außerdem gibt es bei uns einen trockenen, brennheißen Wüstenwind, eine Art von Superschirokko, ... (...) Wenn der Chamsin bläst, bekommt man keine Luft, kann sich kaum auf den Beinen halten und fühlt das Verdorren der Nervenstränge beinahe plastisch."
siehe auch: Winde und Windsysteme.
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