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Centurio

Centurio war die Bezeichnung für einen römischen Offizier der römischen Legion. Normalerweise befehligte ein Centurio eine Centuria oder eine Einheit der Auxiliartruppen. Der Name deutet zwar auf "hundert" hin, jedoch bestand eine reguläre Centuria nur aus ca. 80 Legionären.

Centurio bezeichnet keinen einheitlichen Rang, sondern alle Offiziere, die nicht "Stabsoffiziere" waren. Das Spektrum reicht von einem Centurio einer Auxiliareinheit bis zum "ersten Speer" Primus Pilus, der eher einem modernen Oberst gleichzusetzen ist.

Im Gegensatz zu den Stabsoffizieren, die aus dem Ritterstand kommen mussten, konnte jeder römische Bürger Centurio werden.

Der Centurio war als Vorgesetzter für die Ausbildung und die Ausrüstung seiner Legionäre verantwortlich, er hatte das Recht die Leute auszuzeichnen und zu bestrafen; für letzteres wurde auch vielfach der Weinstock, ein Zeichen seines Ranges eingesetzt. Der Offiziersstock der britischen Armee und wahrscheinlich auch der Feldherrnstab der deutschen Armeen gehen auf dieses Rangabzeichen zurück.

In der Anfangsphase der Legion wurde der Centurio von seinen Soldaten gewählt, später durch den Legaten, den Legionskommandeur ernannt. Dabei bedurfte in der Kaiserzeit die Ernennung der Bestätigung durch den Kaiser. Als Erkennungszeichen trug der Centurio den Helmbusch quer, außerdem trug er das Schwert auf der linken Seite.

Centurio war keine Rangbezeichnung, diese richteten sich eher nach der Funktion des jeweiligen Centurios, z.B.:

Die Rüstung und die Auszeichnungen eines römischen Centurios sind am besten auf dem Grabstein des Marcus Caelius dargestellt. Dieser war vor den Ausgrabungen bei Kalkriese der einzige archäologische Beweis für das Geschehen der Schlacht im "Teutoburger Wald".


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