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Leben
Nachdem Carl Pulfrich das Realgymnasium in Mühlheim an der Ruhr abgeschlossen hatte, studierte er in Bonn Physik, Mathematik und Mineralogie und promovierte 1881.
Nach Militärdienst und einigen Jahren Lehre und Forschung trat er 1890 eine Tätigkeit bei Carl Zeiss in Jena an, die er bis zu seinem Tode ausübte.
Obwohl sich die meisten seiner wissenschaftlichen Arbeiten mit dem räumlichen Sehen (Stereoskopie) beschäftigten, war Carl Pulfrich selbst auf dem linken Auge blind. Nach eigener Aussage verletzte er sich sein Auge als Jugendlicher. Vor 1905 erwähnte er allerdings keine Einschränkungen seines Sehvermögens. Nach Angaben seines Kollegen Max von Rohr litt er seit 1905 auf dem linken Auge am grauen Star.
Bei einem tragischen Unfall, durch das Kentern seines Kanus, ertrank Carl Pulfrich in der Ostsee.
Leistungen
Das Wirken Carl Pulfrichs umfasste drei Hauptphasen. 1885 bis 1899 widmete er sich der Refraktometrie (Brechzahlmessung), danach bis 1920 der Stereoskopie und später der Photometrie. Geräte wie das Pulfrich-Refraktometer, der Stereokomparator und geodätische Geräte waren Resultate seiner Arbeit.
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