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Burgwallanlage

Als Burgwall werden Burganlagen aus ur- und frühgeschichtlicher Zeit und dem frühen Mittelalter bezeichnet, die heute zumeist als Bodendenkmal unter Schutz gestellt sind. Kennzeichen ist der Wall als wesentlicher Bestandteil der ehemaligen Befestigung, der entweder als solcher angelegt wurde oder durch das Verschleifen einer Konstruktion aus Holz, Erde und/oder Stein entstand. Reine Steinmauern sind selten, jedoch bereits aus der Urnenfelderzeit mit einigen Beispielen belegt. Fast immer wurde diese Befestigungen durch heute verfüllte und meist nur noch bei archäologischen Ausgrabungen feststellbare Gräben ergänzt.

Die ehemalige Funktion der Anlagen ist heute oft nur noch schwer zu bestimmen. Einige Burgwälle werden vermutlich als Fluchtburg gedient haben, in die sich die umliegende Bevölkerung zu Krisenzeiten mit ihrem Vieh zurückziehen konnten. Meist dürfte sich es sich jedoch um eine dauerhafte Ansiedlung gehandelt haben, die gewisse Zentralfunktionen wie Verwaltung übernahm und in der sich Handwerk- und Handel konzentrierten. Eine besondere Entwicklung stellen dabei die keltischen Oppida dar.

In der Neuzeit wurden diese Anlagen aufgrund ihres Charakters zumeist richtig als Schanze (von verschanzen) erkannt, jedoch häufig verschiedenen jüngeren Kriegsereignissen zugeschrieben (Hunnenschanze, Schwedenschanze usw).


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