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=Entstehung= Die Blasmusikbewegung beginnt in der Mitte des 19. Jahrhunderts durch das Zusammentreffen mehrerer Faktoren:
1. Technisch: Die Entwicklung der Ventile für Blechblasinstrumente (Riedl in Wien 1832 und Périnet in Paris 1839). Damit war Melodiespiel auch für Laien möglich.
2. Politisch: Wichtige Adelsprivilegien werden endgültig abgeschafft (Leibeigenschaft), gewisse Verbote (z.B. Trompeten auf Tanzveranstaltungen) geraten in Vergessenheit oder werden aufgehoben.
3. Wirtschaftlich: Die Industrialisierung bringt das notwendige Geld für die Anschaffung von Instrumenten.
Ein wichtiger Vorläufer waren die Anfang des 19. Jahrhunderts in Österreich unter dem Einfluss der türkischen Janitscharenmusik entstandenen Türkischen Banden.
=Verbreitung= Im deutschsprachigen Raum sind meist als Verein organisierte Blaskapellen besonders in katholischen Gebieten konzentriert, also in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz. In protestantischen Gegenden übernehmen oft Posaunenchöre einen Teil der Aufgaben der Musikvereine.
=Besetzungen=
Instrumentarium des Blasorchesters (Harmoniebesetzung)
"Harmoniebesetzung" bedeutet eigentlich nur, dass Holz- und Blechbläser gemeinsam spielen. Schon Mozart hat eigene Werke auch "auf Harmonie" gesetzt, die damals jedoch nur aus Flöten, Oboen, Klarinetten, Fagott und Hörnern bestand.
In der bayerischen Blasmusik gibt es keine Piccoloflöte, deren Part wird durch die Es-Klarinette übernommen ("picksiaßes Hölzl").
Instrumentarium des Spielmannszugs
=Literatur=
=Weblinks=
members.chello.at/jeller/tirolgs.htmmembers.chello.at/jeller/tirolgs.htm - Geschichte der Blasmusik in Tirol von Erich Egg
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