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1 Einzugsgebiet 2 Nebenflüsse 3 Verlauf 4 |
Einzugsgebiet
Ihr Einzugsgebiet beträgt 866 km², erstreckt sich über zwei Sprachregionen (französisch & deutsch), fünf Kantone (Bern, Jura, Solothurn, Basel-Landschaft, Basel-Stadt) und - das französische Gebiet eingerechnet - sechs Hoheitsgebiete.
Nebenflüsse
*La Birse
*Die Birs (Sprachgrenze)
Verlauf
Die Birs (La Birse) enspringt einer Quelle auf einer Höhe von 760 m ü.M. etwas südwestlich von Tavannes im Berner Jura. Sie tritt als richtiger Fluss ans Tageslicht (Stromquelle), denn die grosse Wassermenge stammt von einem unterirdischen Flusssystem. Tief im Berginnern sammelt sich das Regenwasser und durchfliesst ein weitverzweigtes kilometerlanges Höhlennetz.
Nun schlängelt sich die Birs abwechslungsweise durch weite Talmulden Vallée de Tavannes und bald durch enge, von hohen Felswänden eingeschlossene Klusenen (Schluchten). Bei Delémont (Delsberg), der Hauptstadt des Kanton Jura, vereinigt sie sich mit den beiden Bächen La Sorne und La Scheulte. Hinter der Stadt verlässt sie das französische Sprachgebiet und tritt in das deutschsprachige, zum Kanton Basel-Landschaft gehörende Laufental über.
Bei der Klus Angenstein durchquert sie die Blauenkette und gelangt ins Birseck, das Tiefland bei Aesch. Bis hierhin hat die Birs acht Gebirgsketten durchschnitten. Es ist gar nicht vorstellbar, wieviel Gestein sie beim durchbrechen der Klusen weggeräumt hat. Das weite Tal ermöglichte der Birs sich stark auszubreiten und sich seinen Weg, je nach Wassermenge, zu bahnen. Daher wurde schon früh versucht, diesen Fluss in ein enges Korsett zu zwängen. Vor dem Bau der Jurabahn wurde der Fluss im Jahre 1875 begradigt und teilweise eingedämmt. So gewann man trockenes Bauland. Einzig der dichte Auenwald bei der Heide in Reinach blieb übrig. Die Reinacherheide ist ein Naturschutzgebiet mit Magerrasenbeständen, Trockengebüschen und dem Auenwald. Sie ist ein wares Vogelparadies mit 83 verschiedenen Vogelarten.
Der Unterlauf der Birs bildet die Grenze zwischen den beiden Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft und wurde eben von einem schnurgeraden Betonkanal zu einem lebendigeren, naturnäheren Fluss zurückgebaut. Schon sind wieder Spuren des lange verschwunden Bibers gesichtet worden. Beim Birskopf fliesst die Birs nach 73 km auf 246 m ü.M. in den Rhein.
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