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Biometrie

Die Biometrie (auch Biometrik) beschäftigt sich mit der Vermessung quantitativer Merkmale von Lebewesen. Hierzu werden statistische Verfahren angewendet. Oft sind zur Bearbeitung große Datenmengen erforderlich, die erst mit speziellen Techniken der Informationstechnologie beherrschbar werden. Die "klassische Biometrie" beschäftigt sich mit der Anwendung statistischer Methoden in Human- und Veterinärmedizin, in Land- und Forstwirtschaft, in der Biologie, sowie in verwandten Wissenschaftsgebieten. Die "neuere Biometrie" beschäftigt sich insbesondere mit Merkmalen von Menschen. Aus einzelnen oder einer einer Kombination von biometrischen Daten wird auf eine Person geschlossen. Diese kann sich authentifizieren (aus einem definierten Personenkreis), etwa gegenüber Zugangsbeschränkungen, oder sie wird identifiziert (aus einem undefinierten Personenkreis).

Biometrische Merkmale

Als biometrisches Datum werden u.a verwendet: Die Unterschrift eines Menschen ist ein biometrisches Datum. Graphologen können damit einen Menschen identifizieren. Mit dem Unterschreiben mittels eines drucksensitiven Stiftes gibt man ein persönliches Geheimnis preis. Man könnte durch diese Daten eine Unterschrift herstellen, die dann von einem Graphologen nicht mehr von einer eigenhändigen unterscheidbar sind. Um diesem Problem zu begegnen wird die elektronische Unterschrift bei der Übernahme eines Paketes nur mittels einer mathematischen Einwegfunktion elektronisch gespeichert, mit der nicht die Unterschrift reproduziert werden kann.

Österreichische Parlamentarier stehen neuen biometrische Verfahren ohne Skepsis gegenüber. Das Parlament wurde mit einem Funknetz WLAN ausgestattet und die Abgeordneten bekamen Laptops mit einem Fingerabdruckscanner. An einem Seiteneingang wurde eine biometrische Gesichtserkennung installiert.

Die Erfassung von allgemeinen Körpermerkmalen hat Tradition (im Pass die Augenfarbe oder Körpergröße), aber ihre datenbankmäßige Erfassung bringt neue (datenschutzrechtliche) Probleme. Körpermerkmale werden heute vielfach präventiv erfasst und werden zum öffentlichen Gut.

Seit Oktober 2003 wird bei der Beantragung eines Visums ein Fingerabdruck verlangt, um in die USA als Ausländer einreisen zu dürfen. Ab 26. Oktober 2004 müssen alle Teilnehmerländer am visafreien Einreiseprogramm in die USA (visa-waiver) Pässe mit biometrischen Daten ausgeben. Da die Vorbereitungen zur Ausgabe von Pässen mit biometrischen Merkmalen derzeit noch nicht abgeschlossen sind, wird eine Verschiebung dieser Frist um ein bis zwei Jahre erwogen. Bei visapflichtigen Personen werden bei Einreise in die USA seit Anfang 2004 im Rahmen des US-VISIT-Programms Fingerabdrücke sowie Foto in einer Datenbank gespeichert. Dieses Programm wird ab 30. September 2004 auch auf visafrei Einreisende erstreckt.

Bei "Smart Cards" bleiben biometrische Daten in den Händen der Besitzer ohne zentrale Datenbank. Die zivile Luftfahrtorganisation ICAO erarbeitet derzeit konkrete Umsetzungsmöglichkeiten zur Einbringung biomtrischer Merkmale in RFID-Chips in Reisedokumente. Das Gesicht ist dabei Mindeststandard, weitere Merkmale wie Finger oder Iris sind optional.

siehe auch: Daktyloskopie, Iris-Erkennung, Lifescan


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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