| Infos Home | Impressum | Original Artikel & Autoren Liste |
| Inhalt |
|
1 Geschichte 2 Konfigurierung 3 Funktionsweise 4 Installation und Betrieb 5 |
1983 wurde von Paul Mockapetris das Domain Name System (DNS) spezifiziert. Im gleichen Jahr wurde die erste DNS-Software - JEEVES - auf einem DEC-Rechner implementiert. Wenig später gingen die ersten drei Internet Root-Server in Betrieb.
Anfang der 80er Jahre wurden an der Universität Berkeley an der Weiterentwicklung von UNIX gearbeitet. Einige Studenten begannen, für UNIX eine DNS-Software zu schreiben, die sie BIND (Berkeley Internet Domain System) tauften. BIND wurde ständig weiterentwickelt und die Version 4 wurde zum weltweiten Standard. Nachdem die Berkeley Universität die Weiterentwicklung der Software eingestellt hatte, wurde die Verantwortung für kurze Zeit von der Firma DEC und anschließend von Vixie Enterprises übernommen. Paul Vixie war zu dieser Zeit treibende Kraft hinter dem Projekt.
Ab der Version 4.9.3 ging BIND in die Verantwortung des Hersteller-unabhängigen ISC (Internet Software Consortium - ab 2004: Internet Systems Consortium) über. Die Version 8 wurde 1997 fertiggestellt. 1999 beauftragte ISC die Firma Nominum Inc., die Version 9 zu entwickeln. BIND 9 ist heute (Anfang 2004) Standard. Die Version 8 ist noch weitverbreitet, Version 4 gilt als veraltet.
Geschichte
Bevor es DNS gab, wurde die Auflösung von Namen in IP-Adressen über Listen vorgenommen, die auf jedem IP-PC vorhanden sein mussten. Änderungen wurden zunächst manuell auf einem Masterserver durchgeführt und dann per Datei-Download an die einzelnen PCs und Server verteilt. Mit steigender Anzahl von IP-Teilnehmern wurde dieses Verfahren zunehmend unhandlicher.Konfigurierung
Bei BIND handelt es sich letztlich um ein normales Computerprogramm: Es wird gestartet, es tut etwas und es wird beendet (oder beendet sich selbst). Das Verhalten des Programms wird von manuell zu erstellenden Konfigurations-Dateien bestimmt, die bei Programmstart eingelesen werden. Es existiert eine globale Datei - meist mit dem Namen named.conf - und pro Zone eine Zonendatei, deren Name gewöhnlich aus dem Zonennamen und der Extension .db gebildet wird (es sind auch beliebig andere Namen zulässig).
Die Master-Zonendateien enthalten mindestens einen SOA Resource Record, ein oder mehrere NS Resource Records und eine beliebige Anzahl weiterer RRs wie zum Beispiel A Resource Records oder PTR Resource Records. Die Master-Zonendateien definieren damit den Inhalt einer Zone. Die Slave-Zonendateien müssen nicht in jedem Fall manuell erzeugt werden. Bei Anwendung des Notify-Verfahrens (siehe Zonentransfer) werden sie automatisch erzeugt.
named.conf
Die Informationen sind in verschiedenen Bereichen untergebracht. Die wichtigsten sind:
Beispiel:
options {
allow-transfer {
localhost ;
172.27.157.16 ;
};
host-statistics YES ;
notify YES ;
};
server 172.27.157.16 {
bogus no ;
support-ixfr yes ;
};
zone "example.com" {
type master ;
file "example.com.db" ;
notify YES ;
};
|
Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste"). Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz. |