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Bilsen

Wappen Karte

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Fläche: 6,20 km²
Einwohner: 690 (31.12.2002)
Bevölkerungsdichte: 111 Einwohner/km²
Höhe: 23 m ü. NN
Postleitzahlen: 25485
Vorwahlen: 04106
Geografische Lage: 53° 46' n. Br. 9° 53' ö. L.
KFZ-Kennzeichen: PI
Amtliche Gemeindekennzahl: 01056004
Adresse der Amtsverwaltung: Amt Rantzau
Chemnitzstrasse 30
25355 Barmstedt
Website: www.bilsen.de
E-Mail-Adresse: info@bilsen.de info@bilsen.de
Politik
Bürgermeister: Rainer Ute Harms (CDU)

Bilsen ist eine Gemeinde nördlich von Hamburg, im südlichen Schleswig-Holstein. Es ist eine der 10 Gemeinden im Amtsgebiet des Amtes Rantzau im Norden des Kreis Pinneberg.

Inhalt
1 Geographie
2 Wappen
3 Geschichte
4 Religionen
5 Politik
6 Wirtschaft
7 Verkehr
8 Ansässige Unternehmen
9 Universitäten, Fachhochschulen, Berufsakademien
10 Städtepartnerschaften
11 Ortsgliederung
12 Entwicklung des Stadtgebiets
13 Kultur und Sehenswürdigkeiten
14 Persönlichkeiten
15 Ehrenbürger
16
17 Sonstiges
18

Geographie

ca. 14 km nördlichlich von Hamburg, unmittelbar an der B4

Wappen

Im November 1977 hat Bilsen ein Wappen bekommen, die einzelnen Symbole haben die folgende Bedeutung: In Silber ein blaues Lilienkreuz Das besonders attraktive Kreuz wurde deswegen gewählt, weil die Lilie eines der zahlreichen Symbole Marias als Patronin von Harvestehude war, dem Kloster, zu dem Bilsen gehörte.

Der rote Querbalken symbolisiert die Bundesstraße 4. Diese mitten durch Bilsen führende Straße ist die Nachfolgerin der ersten in Schleswig-Holstein gebauten Kunststraße.

In Silber ein Eichenblatt Es symbolisiert den Bilsener Wohld. Die Eiche gilt als der typische Baum des früheren Waldes (die Schweine wurden in die Eichelmast getrieben).

Geschichte

Bilsen - ein Hamburger Klosterdorf ist über 850 Jahre alt Eine interessante Geschichte hat unsere kleine Gemeinde Bilsen im Kreis Pinneberg. Das etwa 700 Einwohner zählende Dorf liegt an der alten Bundesstraße 4 nördlich von Quickborn. So klein die Gemeinde ist, so bewegt ist doch ihre Geschichte.

In Bilsen findet sich das größte Hünengrab Schleswig-Holsteins (Dreebargen) und in unmittelbarer Nachbarschaft (früher zu Bilsen gehörig) liegt ein größeres Hünengräberfeld (Süllberge). Diese Gräber aus der Bronzezeit, wovon noch eine ausgezeichnet erhaltene Urne im schleswig-holsteinischen Landesmuseum zeugt, macht deutlich, dass das Gebiet um Bilsen schon in der Bronzezeit Siedlungsgebiet von Menschen war.

Urkundlich erwähnt wird Bilsen aber erst im Jahre 1148. In einer Kopie einer Kopie einer Urkunde Heinrich des Löwen wird von einem "Marcradus de Bilsele" berichtet. Also war Bilsen Sitz eines angesehenen Adelsgeschlechtes, das über hundert Jahre Bilsen beherrscht haben muss, denn es wird 1279 noch einmal im Zusammenhang mit Barmstedt erwähnt. Aus diesem Jahr stammt die erste Originalurkunde, in der Bilsen als "Bilsen" erwähnt wird. Nachdem damals "Normannus de Bilsen" gestorben war, wurde das Dorf an "Margarete zu Barmstede" verkauft. Im Jahre 1340 gehörte Bilsen dann wenigstens teilweise einem Claus von Wedel, der es wiederum an Wedekind von Hamme verkaufte. Dessen Söhne Henneke und Friedrich vererbten es an die Schwester Gertrud, welche mit "Henning von Alversloh", genannt von Caden, verheiratet war. Der lebte auf dem Gut Kaden, auf dem heute die internationalen Deutschen Golfmeisterschaften ausgetragen werden.

Im Jahre 1385 verkaufte Henning von Alversloh das Dorf Bilsen an das Kloster Harvestehude zum Preis von 600 hamburgischen Münzen. Das katholische Nonnenkloster Harvestehude wurde 1530 im Verlauf der Reformation zerstört und die Konventualinnen verjagt. Die inzwischen zum evangelischen Glauben übergetretenen Nonnen sammelten sich wieder und fanden 1531 im St. Johannis Kloster eine neue Heimstätte. Hier lebten sie in Form eines Damenstiftes, dem auch die ehemaligen Besitzungen (wie Bilsen) zugesprochen wurden. Die Klosterdamen feierten durchaus fröhliche Feste in Bilsen und selbst Hamburger Ratsherren und Bürgermeister waren in dem kleinen Dorf zu Gast. So ist anzunehmen, dass in Bilsen zeitweilig auch über das Wohl und Wehe der großen Hansestadt im Süden des Dorfes entschieden wurde. Das Hamburger Kloster konnte auch die Gerichtsbarkeit über die Dorfbewohner ausüben. Erst im Jahre 1803 kommt Bilsen nach der Aufhebung des Hamburger Domkapitels durch Tausch gegen Alsterdorf unter dänische Herrschaft und wird der Waldvogtei Pinneberg zugeschlagen. Später gehörte es zum Amt Hemdingen und nach dem Krieg zum Amt Rantzau.

Wirtschaft

Die Gemeinde Bilsen ist ist ein kleines blühendes Dorf mit einer gesunden Wirtschafts- und Finanzkraft. Daher zeigt sich die Gemeinde Bilsen in einem wahrscheinlich in seiner gesamten Geschichte nicht dagewesenen Wohlstand.

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Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.