Bieber - Stadtteil von Offenbach am Main, Hessen, Deutschland.
Der Name ist vermutlich keltischer Herkunft. In der Gemarkung wurden zahlreiche Funde aus prähistorischer, römischer und fränkischer Zeit, gemacht. Erstmals urkundlich erwähnt wurde die Siedlung am 22. April791 im Lorscher Codex.
Seit dem Jahre 1425 ist der Erzbischof und Kurfürst von Mainz der Landesherr.
Bieber war bis 1819 Mittelpunkt der sogenannten Biebermark (einer Markgenossenschaft) mit dem alljährlich abgehaltenen Märkerding am südöstlichen Ortsrand. Nach dem Untergang des Kurfürstentums Mainz gehört Bieber von 1802 bis 1816 zum FürstentumIsenburg-Birstein und wird danach Teil des Großherzogtums Hessen-Darmstadt.
Im 19. Jahrhundert erfolgt der Wandel Biebers vom Bauerndorf zur Industriegemeinde. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kommt es zu einem Aufblühen der Lederwarenindustrie.
Am 1. April 1938 wird Bieber nach Offenbach eingemeindet.
Der Zweite Weltkrieg bringt zahlreiche Zerstörungen durch Bombenangriffe.
In den Jahren 1965 bzw. 1967 entstehen mit Bieber-West und Bieber-Waldhof ausgedehnte Neubaugebiete, das Waldhofgebiet wird zudem zum Industriegebiet.
Heute hat der Stadtteil Bieber rund 15.000 Einwohner.
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