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In seltenen Fällen - z.B. bei der Trichotillomanie - wird das wiederholte Verschlucken von Haaren bei Menschen beobachtet und wird dann als Trichophagie bezeichnet. Und selten werden Bezoare nicht nur im Magen, sondern auch im Dünn- oder Dickdarm gebildet und können hier zu einem Ileus führen. Es wird auch von Bezoaren in der Bauchspeicheldrüse berichtet, die aus einer kaugummiartigen Masse bestehen.
Daneben können sich Bezoare bei Säuglingen auch aus eingedickter, geronnener Milch bilden - in diesem Fall handelt es sich um einen Laktobezoar. Ein Phytobezoar besteht aus ungenügend durchgekauten pflanzlichen Fasern. Ein Medikamentenbezoar kann sich im Rahmen einer Antazida-Therapie entwickeln.
Im Altertum schrieben viele Kulturen einem Bezoar magische Kräfte zu. Er sollte u. a. gegen Vergiftungen schützen - wie auch das Wort selbst vom arabischen Bedzehr, dem persischen Padzahr oder dem hebräischen Beluzaar, alle in der Bedeutung von "Gegenmittel", abgeleitet wird. Als Erstbeschreiber gilt der indische Arzt und Verfasser eines bedeutenden Ayurvedischen Werkes, Susruta.
Siehe auch: Rapunzelsyndrom
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