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Betonboot

Betonboote werden schon seit geraumer Zeit im Rahmen eines Wettbewerbes von Studenten des Bauingenieurwesens an Universitäten in Deutschland und vielen anderen Ländern hergestellt. Für die Herstellung kommen unterschiedlichste Konzepte zum Einsatz. Zumeist wird dabei der Beton im Verbund mit feinmaschigen Draht- oder Glasfasernetzen als Verbundbaustoff verwendet, es sind allerdings auch schon Betonboote ohne Bewehrung gebaut worden.

Im Rahmen der 9. Deutschen Betonkanutregatta wurde von den Studenten der TU-Dresden mit dem www.betonboot.de "Gelben Oktober" erstmalig ein funktionsfähiges Beton-U-Boot mit Tretantrieb vorgestellt.

Im Juni 2002 lief die "Kranich VII" vom Stapel. Hergestellt wurde sie von Willi Hartung in 17-jähriger Arbeit und ist zu 100% im Eigenbau entstanden.

Die Yacht weist eine Läge über alles von 15 m und eine Rumpflänge von 14 m auf. Sie ist 4,20 m breit und hat einen Tiefgang von 2 m. Der Mast misst 17 m über Deck. Für den Fall, dass nicht genügend Wind vorhanden sein sollte, kann die Yacht zudem mit einem 53 kW Dieselmotor angetrieben werden. Zudem verfügt die Yacht über ein 24 Volt Bordnetz, welches über ein Windrad gespeist wird.

Historie

Es wurden bereits im 1. Weltkrieg Boote aus Beton hergestellt. Auslöser zu diesen Experimenten war die akute Stahlknappheit. Durch die Auslegung, die sich zu sehr an die herkömmliche Spantenbauweise orientierte, kam es jedoch noch zu keinem Serienbau. Die Schiffe ließen sich schlecht manövrieren und zeigten auch schlechte Seeeigenschaften.

Durch Einsatz der für den Werkstoff Beton günstigeren Schalenbauweise konnten diese Fahrzeuge ab ca. 1940 wirtschaftlich in Serie gefertigt werden. Es konnten Stahleinsparungen bis zu 70% erzielt werden. Die Fa. Dyckerhoff&Widmann; stellte den Großteil der Rümpfe her.

Als Museums-Schiff ist ein solches Beton-Schiff (Schute) im Rostocker Stadthafen zu besichtigen . Es gehört zum Schiffahrt-Museum Rostock und wird als Ausstellungsraum für Kunst genutzt. Das Besondere: es schwimmt noch heute und hat die Jahre bis zum Museums-Einsatz ebenfalls nur im Wasser, einem Nebenarm der Warnow verbracht.


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