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Die funktionale Teilung moderner Stadtentwicklung in Arbeits- und Wohnbezirke hat dazu geführt, daß zu Arbeitsbeginn und -schluss viele Menschen auf den gleichen Wegen von bzw. zu ihren Wohnungen fahren müssen. Sowohl im öffentlichen als auch im individuellen Nahverkehr kommt es in Ballungszentren während dieser Zeiten zu einem hohen Verkehrsaufkommen. Besonders an Verkehrsknotenpunkten und anderen Nadelöhren, sowie bei Unfällen oder sonstigen Störungen kommt der Verkehr häufig zum Erliegen.
International sind diese Phänomene noch deutlich ausgeprägter. Insbesondere dort, wo der öffentliche Nahverkehr nicht angemessen ausgebaut ist, bricht der Autoverkehr teilweise über Stunden zusammen. In einigen Metropolen wie Lagos entwickeln sich die Hauptverkehrsachsen im Berufsverkehr zu Handelsplätzen, auf denen go-slow-traders den AutofahrerInnen ihre Waren anbieten. Entsprechende Ansätze, etwa Scheibenputzer an Ampeln, gibt es inzwischen auch in deutschen Städten. Aber auch der öffentliche Personenennahverkehr ist oftmals im Berufsverkehr überlastet. In Tokio müssen Bahnangestellte den BerufspendlerInnen sogar in die überfüllten Züge helfen.
Die Verkehrslast im Berufsverkehr durch den Individualverkehr bringt u. a. folgende Probleme mit sich: Wuchernder Ausbau von Straßen, Staus, hoher Energieverbrauch durch Stop-and-Go-Fahrweise, Umweltverschmutzung, Smog, Stress und entsprechende Gesundheitsbelastungen.
Als Auswege werden Verkehrssteuerungssysteme, Fahrgemeinschaften, der Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehr (Verkürzung der Taktzeiten in den Stoßzeiten, Betriebstickets), Ausbau und Förderung des Fahrradfahrens, die Einführung von gleitender Arbeitszeit, die stadtplanerische Mischung von Leben und Arbeiten, oder die Verlagerung von Arbeitsplätzen durch Heimarbeit diskutiert, um die Probleme des Berufsverkehrs einzudämmen.
vgl. auch: Verkehr, Metropole, Ballungszentrum
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