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Die Fähigkeiten und Kenntnisse, die in einem Beruf benötigt werden, werden also durch Ausbildung, durch Praxis / Selbststudium oder durch Zuschreibung (adscription) (etwa bei Erbfolge [Bauer, zünftiger Handwerker, Reichs-Kämmerer] oder durch Gelöbnisse [Beamte] oder durch Weihe [Priester]) erworben.
Die meisten Berufe sind das Ergebnis fortschreitender Differenzierung der Arbeit. Sie verfügen also über Jahrhunderte lange Traditionen, da viele von der Gesellschaft gewünschten Leistungen im Wesentlichen konstant sind.
Zu den ältesten (frühgeschichtlichen) Berufen gehören Schmiede, Heiler, Priester oder Wandererzähler/-sänger. Seit dem Mittelalter fanden sich die Berufsgruppen in Zünften und Gilden zusammen, welche auch die Ausbildung des beruflichen Nachwuchses übernahmen. Heute wird die Berufsausbildung (Inhalte, Dauer) in den meisten europäischen Ländern staatlich festgelegt.
Zu unterscheiden ist der ausgeübte vom nicht ausgeübten Beruf.
Ebenfalls unterliegt die Ausübung handwerklicher Berufe bestimmten Einschränkungen: So ist zur selbstständigen Ausübung eines Handwerks in Deutschland beispielsweise der Meister-Brief erforderlich. In anderen Ländern, beispielsweise den USA, kennt man diese Einschränkung nicht.
Alle erfolgreich sozial heraus gebildeten Berufe entwickeln eine (mehr oder minder ausgeprägte) Berufsethik.