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Berthold Seliger bekam 1942 ein Stipendium an der Ingenieursschule von Mittweida in Sachsen und wurde nach Abschluss seines Studiums Assistent des berümten Theoretikers Professor Dr. Eugen Sänger. 1956 siedelte er nach Orsoy am Niederrhein um, wo er eine Mopedwerkstatt eröffnete.
Ab 1960 war Berthold Seliger Mitglied der Deutschen Raketengesellschaft und gründete 1961 eine Gesellschaft für Raketenbau, die "Berthold Seliger Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft mbH".
1962/63 startete diese Gesellschaft diverse Raketen im Cuxhavener Wattengebiet, u.a. eine Dreistufenrakete mit einer Gipfelhöhe von über 100 Kilometern (Erstflug: 2. Mai 1963).
Diese Rakete war die einzige im Nachkriegsdeutschland entwickelte Rakete, die bis in den Weltraum vorstoßen konnte!
Im Dezember 1963 gab Berthold Seliger eine Vorführung militärisch verwertbarer Raketen vor Militärvertretern aus Nicht-NATO-Staaten im Cuxhavener Wattengebiet, was mit zur Einstellung der Raketenversuche im Cuxhavener Wattengebiet im Jahr 1964 beigetragen haben dürfte.
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