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Docen studierte zunächst Medizin, wechselte dann aber zur Literaturwissenschaft. Beim Studium in Göttingen und Jena lernte er Clemens Brentano kennen und entdeckte seine Liebe zum Mittelalter und zur Archäologie.
1803 siedelte er sich in München an, wo ihn Johann Christoph von Aretin an die zunächst noch kurfürstliche, später königliche Hof- und Staatsbibliothek berief (heute: Bayerische Staatsbibliothek München. Als Bibliotheksangestellter sichtete und publizierte Docen zahlreiche wertvolle alte Handschriften und Bücher, welche während der Säkularisation der bayerischen Klöster nach München gebracht wurden. Docen entdeckte u.a ein Fragment von Wolframs Titurel. Zwischen 1806 und 1812 reiste Docen nach Augsburg, Ulm und Regensburg, um noch mehr Bestände für München zu requirieren. Er wurde 1811 Kustos, bald darauf Adjunkt. Seit 1803 pflegte er Kontakte zu Bibliotheksbesuchern wie Ludwig Tieck, Clemens Brentano und Achim von Arnim und führte umfangreiche Briefwechsel mit dem Verleger Friedrich von Cotta und Gelehrten wie August Wilhelm Schlegel.
Als Literaturwissenschaftler publizierte er zahlreiche kleinere Texte und verfasste viele Arbeiten über das Mittelalter. Mit Jacob Grimm trug er eine Fehde über die Minne- und Meistersänger aus, in die sich auch Friedrich Heinrich von der Hagen mischte.
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