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Werke
Das erste Programm "Lieder von Nonnen, Toten und Vampiren" war ein makaber-lustiges Programm (sog. Schwarzer Humor) mit Texten von Novalis, Heine, Baltus Brösel, Thomas Rother sowie eigenen Texten und eigener Musik mit diversesten akustischen Instrumenten. Ihre 1. LP. hieß wie das Programm "Lieder von Nonnen, Toten und Vampiren" auf dem damals neu gegründeten Ohr-Label, eigenproduziert und im März 1970 veröffentlicht. Zu dieser Zeit arbeiteten W&W mit dem Hamburger Geiger Jens Nissen.
Für ihr zweites Werk "Trips und Träume", herrliche Reiseberichte und Landschaftsbeschreibungen, verpflichteten W&W die Musiker Bernd "Curny" Roland und Renee Zucker. Als "Zauberer" am Mischpult wurde Dieter Dierks gewonnen, und als Produzent agierte der Chef des Ohr-Labels Ohr Rolf-Ulrich Kaiser selbst, unterstützt von Gille Lettmann. Das gleichnamige Programm "T&T" war gespickt mit indischen Märchen und Geschichten von gemeinsamen Trips und Wanderungen durch wundersame Landschaften und wandte sich an "positiv" Ausgeflippte und Raucher. Zu dieser Zeit arbeitete W&W zeitweilig mit dem Essener Bratschisten Paul Pudel zusammen.
Die Texte des dritten W&W-Programms "Der Jesuspilz" basierten auf der Theorie von John Allegro, in der er darauf hinies, daß die Bibel auch anders zu lesen sei. Sein Buch vom "Geheimkult des heiligen Pilzes" war die Grundlage für diese Jesus-Oper. Die Uraufführung war in der ausverkauften Apostel-Kirche in Essen. Circa zehn Fernsehteams und Journalisten aus ganz Deutschland waren anwesend und berichteten von diesem Spektakel. Auch die gleichzeitig erscheinende LP "Der Jesuspilz - Musik vom Evangelium" (drittes Album), schwenkte ins Religiöse ab, von vielen Kritikern als Läuterung angesehen. Auftritte folgten in mehr als 100 Kirchen in Deutschland. Auf dieser Lp wurden u.a. Texte aus dem alten Testament (Lukas3, Vers 21 und Lukas 6, Vers 13) unter dem Motto "Erleuchtung und Berufung" ins Musikalische umgesetzt oder als "Bekenntnis" (Markus 4, Vers 26 bis 32) interpretiert. Aufgenommen wurde dieses Album wieder im Studio Dierks in Stommeln, im August 1971, der "Zaubermeister" garselbst am Mischpult, produziert von R.U. Kaiser und G. Lettmann, die auch auf der Liste der Gastmusiker zu finden war.
In der Abgeschiedenheit des kleinen Hunsrückdorfes Dill bei Simmern erarbeiteten die beiden das Material für ihre vierte Platte, die sie ihrem Hausvermieter widmeten - "Bauer Plath". Diese LP erschien - übrigens wie auch der Vorgänger "Jesuspilz" - im Vertrieb des Chemiegiganten BASF. Das gleichnamige Programm basierte auf deutschen und indischen Märchen, die größten Inspirationen erfuhren W&W durch Tolkiens "Herr der Ringe" und Castanedas Reiseberichte. Auch auf der Lp "Bauer Plath" liest sich die Gästeliste wie das "Who is Who" der damaligen "neuen deutschsprachigen" Musik, der sich die Labels OHR, PILZ und KOSMISCHE KURIERE verschrieben hatten: Da wirkten u.a. Jürgen Dollase von der Gruppe WALLENSTEIN an Vibraphon, Mellotron, Keyboards und Percussion mit, JERRY BERKERS zupft den Bass und TOMMY ENGEL bedient das Schlagzeug und Dieter Dierks avanciert zum "Sound-Großmeister" dieses Albums, das im Juni und Juli 1972 in seinem Studio eingespielt wurde.
Als Ende 1993 die Doppel-LP "Live 68-73" mit Konzertmitschnitten aus Freiburg und Koblenz erschien, hatten sich Witthueser & Westrupp bereits getrennt, und die LP erschien sozusagen als Nachruf. Hier sind Musikstücke aus allen 4 Programmen enthalten - also ein Querschnitt durch die ganze Schaffensperiode von W&W.
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