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Berliner Siegessäule

Die Siegessäule wurde von 1864 bis 1873 nach Plänen von Heinrich Strack in Berlin erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Als Anlass für die Erbauung dienten Siege im Deutsch-Dänischen Krieg. Eingeweiht wurde die Siegessäule am 2. September 1873, dem Sedantag, als „Nationaldenkmal der Einigungskriege“. Aufgrund weiterer Siege gegen Dänemark, Österreich (Deutscher Krieg) und Frankreich (Deutsch-Französischer Krieg) wurde der Siegessäule eine Bronzeskulptur aufgesetzt.

Die von Friedrich Drake erschaffene Bronzeskulptur stellt Viktoria mit Lorbeerkranz, adlergeschmücktem Helm und Feldzeichen mit Eisernem Kreuz dar. Im Volksmund wird sie Goldelse genannt. Zu dieser Bezeichnung kommt die 8,3 Meter hohe und 35 Tonnen schwere Figur aufgrund ihrer Vergoldung.

Ursprünglich wurde die 50,66 Meter hohe Säule auf dem Königsplatz, dem heutigen Platz der Republik, direkt vor dem Reichstag errichtet.

Im Zuge der Umgestaltung von Berlin durch die Nationalsozialisten wurde 1939 die Säule auf den Großen Stern, ihren heutigen Standort, verschoben und um 7,5 Meter aufgestockt. Somit hat sie ihre aktuelle Höhe von 66,89 Metern erreicht.

Erreicht werden kann die Siegessäule über unterirdische Tunnel, die über vier, im Jahre 1941 erbaute Torhäuser, betreten werden können. Die Pläne dazu stammen von Johannes Huntenmüller.

Die Siegessäule hatte den zweiten Weltkrieg und die Schlacht um Berlin weitgehend ohne Schaden überstanden.

Aufgebaut ist die Säule aus einem polierten roten Granitsockel und den nach oben verjüngenden Sandsteinringen. Außen trägt die Säule in ihren Kannelierungen in drei Etagen übereinander eroberte Kanonenrohre aus den drei Kriegen. Verziert ist der Sockel ist mit einer bronzenen Reliefdarstellung. Dieses Relief wurde auf verlangen der alliierten 1945 entfernt und bei der Restaurierung Mitte der 1980er wiederhergestellt.

Auf dem Sockel befindet sich eine Säulenhalle, an deren Innenwand sich ein von Anton von Werner erstelltes Glasmosaik befindet.

Im Inneren führt eine Wendeltreppe mit 285 Stufen zur 50,66 Meter hoch gelegenen Aussichtsplattform. Von dort aus hat man einem Ausblick über den Tiergarten, den Potsdamer Platz, das Brandenburger Tor und vieles mehr.


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