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Bei einem abendlichen Besuch der Deutschen Oper am 2. Juni 1967 wurde der Schah durch eine vom SDS organisierten Demonstration empfangen. Als der Schah in die Oper ging, wurde er von den Rufen „Schah, Schah, Scharlatan“ begleitet. Nachdem der Schah in der Oper war, wurde vom Polizeipräsidenten der Befehl gegeben, die Demonstration aufzulösen, um keine erneute Demonstration beim Verlassen der Oper zu erleben. Daraufhin wurde die Demonstration von der Polizei gewaltsam aufgelöst.
Benno Ohnesorg, verheirateter Student der Romanistik und Germanistik, der an diesem Tag erstmals an einer Demonstration teilgenommen hatte, wurde im Verlauf der Demonstration von Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras von hinten erschossen. Der Vorfall ereignete sich in der Krummen Straße, einer Seitenstraße, etwa 300 Meter von der Oper entfernt. Der Todesschütze ist nie verurteilt worden. Der Tod von Benno Ohnesorg war ein Signal für die Radikalisierung der Studentenbewegung (APO) und die Initialzündung vieler weiterer, zum Teil auch gewaltsamer Demonstrationen in der ganzen Republik.
Später, in den 1970er Jahren trat neben der Rote Armee Fraktion (RAF) eine weitere linksterroristische Gruppe mit Mordanschlägen gegen Vertreter und Einrichtungen des politischen Systems in Erscheinung, die sich Bewegung 2. Juni nannte und sich mit dieser Bezeichnung auf den Todestag von Benno Ohnesorg bezog.
An den Tod des Studenten erinnert vor der Deutschen Oper in der Bismarckstraße seit 1971 eine Gedenktafel, sowie das Relief "Der Tod des Demonstranten" des Künstlers Alfred Hrdlička.
Siehe auch: Bewegung 2. Juni, Philipp Müller
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