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Beil

Das Beil (althochdt. bīhal), altertümlich auch Barte, ist eine kleinere, einhändig verwendete Form der Axt. Dieses meist kurzstielige Gerät findet sowohl als Waffe, als auch als Werkzeug Verwendung. Die Schneide des Beils wird breiter, je stärker es als Waffe verwendet wird und kann fast ohne Krümmung sein wenn es für genaue Holzarbeiten bestimmt ist.

Das Beil als Waffe

Das so genannte Ärmchenbeil aus der Hallstattzeit war aus Eisen und etwa 20 cm lang. Es wurde als Kriegswaffe im Nahkampf und auch zum Wurf verwendet. Sehr bekannt ist der Tomahawk, das Beil der Indianer, oder die Franziska der Franken (Volk). Ein auf einer langen Stange befestigtes Beil wurde Hellebarde genannt (Helle -> Stiel, Handhabe; Barte -> Beil).

Das Beil als Werkzeug

Im Vergleich mit der Axt schränkt sich der Einsatzbereich durch den kürzeren Stiel, den leichteren Kopf und die daraus resultierende, geringere Wucht selbst auf genauere und feinere Arbeiten ein. So wird das Beil zur Holzgewinnung in kleineren Mengen, oft auch aufgrund des Gewichtes für unterwegs, und zum Zurichten mittlerer Holzstücke verwendet. Siehe Bildhauerbeil und Tischlerbeil. Für Beides wäre die Verwendung einer Axt zu kräftezehrend und ungenau. Das breiteste und schwerste Werkzeugbeil ist das Zimmermannsbeil. Es wird mit zwei Händen geführt und dient dem genauen Zuhauen von Stämmen, so zum Beispiel genutzt für den Blockhausbau mit quadratischen Stämmen.


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