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Das Begrüßungsgeld konnte gegen Vorlage des Personalausweises oder des Reisepasses in den Rathäusern oder an lokalen Banken, wie den Sparkassen, abgeholt werden und betrug pro Person 100 DM. Die Auszahlung wurde in den Papieren vermerkt, um mehrfache Abholung zu verhindern. Zahlreiche Fälle sind bekannt, in denen Einzelne dennoch zweimal Begrüßungsgeld erhielten, etwa wenn sie aus verschiedenen Gründen Personalausweis und Reisepass der DDR besaßen.
Die Auszahlung des Begrüßungsgeldes führte lokal kurzfristig zu teilweise chaotischen Szenen, so am ersten Montag nach der Maueröffnung vor der Sparkasse in der Badstraße am Gesundbrunnen in Berlin-Wedding, am Moritzplatz in Berlin-Kreuzberg oder am Zoologischen Garten in Berlin-Tiergarten, als jeweils bis zu 10.000 Bürger der DDR gleichzeitig vor den Auszahlungsstellen Schlange standen, der Verkehr total zusammenbrach und Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auffuhren, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Das Begrüßungsgeld im Gesamtumfang von mehr als einer Milliarde DM löste in einigen grenznahen Gebieten, namentlich Berlin (West) und in der Gegend um Hof in Bayern einen regelrechten aber sehr kurzen wirtschaftlichen Boom aus, da die Zahlungen meist unmittelbar in Konsumartikel umgesetzt wurden. Insbesondere Super- und Baumärkte waren häufig binnen Stunden leergekauft, was bei den DDR-Bürgern in Unkenntnis der Verhältnisse als allgemeine Warenverknappung interpretiert wurde, und wiederum vermehrt zu weiteren Hamsterkäufen führte.
Diese durch die Auszahlung des Begrüßungsgeldes ausgelösten Erscheinungen dauerten jedoch nur kurz an und wichen bald einer ruhigeren Entwicklung, die mit der Währungsunion ihren Abschluss fand.
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