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Bedingtheit

Inhalt
1 Definition
2 Zum Begriff der Bedingtheit
2.1 Zum Begriff "Zusammenhang"
3 Die drei Grundformen des Bedingungszusammenhangs
4 Das Moment der Wechselwirkung und Rückkopplung in der Bedingheit
5 Zur Unterscheidung von variabler und relativ konstanter Bedingtheit
6 Die Wirkungen der materiellen Einheit und ihre Mannigfaltigeit

Definition

Die Bedingtheit bezeichnet eine Form des Zusammenhangs zwischen Objekten der materiellen Welt beziehungsweise deren Abbildern im Bewusstsein, bei der die Existenz oder Veränderung der einen Objekte die Existenz oder Veränderung anderer Objekte voraussetzt (siehe Abhängigkeit) oder die Existenz oder Veränderung anderer Objekte bestimmt.

Zum Begriff der Bedingtheit

Der Begriff der Bedingtheit widerspiegelt den objektiven Sachverhalt, dass die Entstehung, Existenz und Veränderung jeder Erscheinung in untrennbarem Zusammenhang mit anderen sie umgebenden Erscheinungen steht.

Zum Begriff "Zusammenhang"

Der Begriff des "Zusammenhangs" ist jedoch weiter gefasst als der Begriff der Bedingtheit, das heißt nicht jeder Zusammenhang bildet zugleich einen Bedingungszusammenhang. Der Zusammenhang zwischen zwei Erscheinungen kann beispielsweise ein rein zufälliger sein, ohne dass die eine Erscheinung die andere notwendig bedingt.

Die drei Grundformen des Bedingungszusammenhangs

Der Bedingungszusammenhang kann in drei Grundformen auftreten:

Das Moment der Wechselwirkung und Rückkopplung in der Bedingheit

Die Bedingtheit ist ein Moment universellen Zusammenhangs und der Wechselwirkung zwischen den Erscheinungen der objektiven Realität. Was im Hinblick auf bestimmte Erscheinungen Bedingtes ist, ist im Hinblick auf andere Erscheinungen selbst Bedingendes.

In Wechselwirkungssystemen ist eine Erscheinung nicht nur von einer Gesamtheit anderer bedingt, sondern wirkt auch selbst auf diese zuurück (Rückkopplung).

Zur Unterscheidung von variabler und relativ konstanter Bedingtheit

Es ist zwischen variabler und realtiv konstanter Bedingtheit zu unterscheiden. Die existenzmäßige Bedingtheit ist variabel, temporär wechselnd. Sie gibt den Dingen ihre gegenwärtiges Gepräge, macht sie zu einem Teil des momentanen Wechselwirkungsgefüges, des Milieus.

In diesem Sinne ist ein Atom in einem Eiweißmolekül anders begingt(und anders bedingend) als ein Atom in einer anorganischen Verbindung. Im Verhalten des Menschen erlangt die variable Bedingtheit den maximalen Wirkungsgrad. Eine Wechselwirkung ist bei der variablen Bedingtheit immer vorhanden.

Die relativ konstante Bedingtheit hingegen bestimmt die Struktur, die sich im dynamischen Gleichgewicht der prozesshaften Existenz erhält, zum Beispiel die Erbbedingtheit der Lebewesen. Allgemein gilt, dass die Bedingtheit einer Erscheinung um so umfassender und komplizierter ist, je höher die Bewegungsform ist, der sie angehört, und je differenzierter sie ist.

Die Wirkungen der materiellen Einheit und ihre Mannigfaltigeit

Die objektive Grundlage der allgemeinen Bedingtheit aller Erscheinung wir durch die materielle Einheit der Welt, die Tatsache, dass die einheitliche Materie in einer unendlichen Mannigfaltigkeit von Entwicklungsformen existiert. Der wissenschaftliche Begriff der Bedingtheit ist deshalb ein wesentlicher Ausdruck des materialistischen Monismus.

siehe auch: Bedingtsein, Determinismus, Relation (Philosophie), Begründung (Logik), Bedingung (materialistische Dialektik)


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
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