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Beatmatching

Das Beatmatching ist eine der Grundtechniken, die ein DJ beherrschen muss. Dies gilt insbesondere für DJs die Platten der Disco-orientierteren Musikstile wie z.B. Techno, House, Jungle, während in den Hip Hop- Verwandten mehr wert auf Scratching und Beatjuggling gelegt wird.

Diese Technik setzt zwei Plattenspieler voraus, deren Abspielgeschwindigkeit pitchbar, d.h. über einen Schieberegler veränderbar ist. Deren Signale sollten durch einen Crossfader überblendbar sein und man benötigt einen Kopfhörer, auf dem man beide Plattenspieler unabhängig vom Crossfader hören kann.

Verfahren

Die Ausgangssituation sieht so aus: Eine Platte läuft, und man hat gerade auf dem unbenutzten Plattenteller eine neue Scheibe liegen. Auf dieser neuen Platte sucht man sich zuerst im Kopfhörer eine Stelle, an der sich deutlich hörbar ein Anfang eines Taktes oder besser noch eines mehrtaktiken Schemas befindet.

Nun wartet man ab, bis auf der laufenden Platte ein ebensolcher Takt- oder Schemaanfang beginnt. Dabei orientiert man sich am besten an einem regelmäßig auftretenden Geräusch, z.B. der Bassdrum oder einer HiHat.

In diesem Moment lässt man die neue Platte anlaufen und horcht auch hier auf ein regelmäßiges Geräusch, dass wenn die Platten synchron liefen, gleichzeitig auftreten müsste. Man vergleicht nun den zeitlichen Beginn des Auftretens des markanten Geräusches auf beiden Platten und stellt fest, ob das der neuen Platte das frühere oder das spätere ist.

Wenn die neue Platte früher liegt, ist sie zu schnell. Das heißt, man verringert ihre Abspielgeschwindigkeit am Plattenspieler, pitcht sie also herunter. Dann dreht man sie zurück zum Startpunkt und versucht es noch einmal.

Wenn die neue Platte aber später liegt, dann ist sie zu langsam, und man wird sie vor dem zurückdrehen an den Startpunkt ein wenig beschleunigen, indem man sie hochpitcht.

Nach einigen Wiederholungen sollte man beide Platten etwas länger parallel im Kopfhörer beobachten können, bis wieder eine der beiden zu schnell oder zu langsam ist. Jetzt kann man, statt jedesmal wieder von vorne anzufangen die neue Platte auch mit dem Finger auf dem Etikett oder am Rand des Plattentellers bremsen oder auch beschleunigen, bevor man das Pitching des Plattenspielers anpasst.

Abschließend sucht man auf der neuen Platte noch einmal einen Startpunkt und startet sie synchron zum Startpunkt der laufenden Platte, und im Idealfall kann man nun schön langsam mit dem Crossfader beide Platten zugleich spielen, ohne dass es holpert. Man könnte natürlich auch die EQs...


Der Ursprungsartikel stammt von der deutschsprachigen Wiki pedia (siehe oben: "Original Artikel & Autoren Liste").
Der Text steht unter der GNU Freie Dokumentation Lizenz.